Andreas Faust ruft die Mundartfreunde wieder zusammen
Andreas faust und die mundart
Andreas Faust, heute 63 Jahre alt, erinnert sich daran, wie er als Kind in der Gaststätte seines Vaters saß und den Gesprächen der Männer lauschte. Damals verstand er wenig, aber seine Neugierde wuchs. Er begann, nach den fremden Worten zu fragen und lernte die Mundart zu lieben. Heute versteht er das Bergisch Platt, kann es aber nicht richtig sprechen. Sein Hochdeutsch hat eindeutig bergische Dellen.
Die liebe zur mundart
Andreas Fausts Vater ist inzwischen verstorben, aber die Liebe zur Mundart hat er sich erhalten. Er fühlt sich verpflichtet, die Sprache zu erhalten und zu retten. Deswegen ruft er mit Unterstützung des Bergischen Geschichtsvereins die Gruppe der Mundartfreunde wieder zusammen.
Erste treffen der mundartfreunde
Das erste Treffen findet am 29. Oktober statt. Alle Interessierten sind eingeladen, sich im Balkanrestaurant an der Telegrafenstraße zu treffen. Während des Treffens soll über Folgetermine gesprochen werden. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Wer Fragen hat, kann sich an Andreas Faust wenden.
Unterstützung durch den geschichtsverein
Volker Ernst, Vorsitzender des Geschichtsvereins, machte Andreas Faust Mut, die Gruppe der Mundartfreunde wieder zu beleben. Er stellte alte Listen von Teilnehmern und den Kontakt zu Ursula Preyer zur Verfügung, die die Gruppe lange geleitet hatte. Andreas Faust besuchte sie und erhielt dicke Ordner mit alten Texten.
Einladung an die teilnehmer
Andreas Faust hat die alten Teilnehmer bereits angeschrieben und eingeladen. Seine Frau hat den Telefondienst übernommen. Er wünscht sich, dass auch alle anderen Interessierten dazu kommen, insbesondere die Generation seines Sohnes und alle, die sich immer mal dachten: Mundart würde ich auch gerne sprechen.
Das erste treffen
Ein Thema für das erste Treffen am 29. Oktober steht bereits fest: das Meätesingen. Andreas Faust hofft, dass das Wissen und die Begeisterung der versierten Mundartfreunde auf die nächste Generation übergehen. Aktuell überlegt er noch, ob er die Besucher auf Platt oder auf Hochdeutsch begrüßt.
Die bedeutung der mundart
Für Andreas Faust ist die Mundart seine Vatersprache und hat viel mit Erinnerungen zu tun. Sie verbindet uns und gibt uns ein Gefühl von Heimat. Er spielt mit dem Gedanken, das Lied in die Grundschulen zu geben, um dort einen Stein ins Rollen zu bringen.
Kontaktinformationen
- Telefon: 02196 97 18 03