Denkmalspflege in Meerbusch: Stadt investiert in Erhalt und Renovierung
Einführung
Denkmäler in Meerbusch sind zahlreich und oft in Privatbesitz. Um sie gut zu erhalten, bedürfen sie Pflege und gelegentlich auch größerer Renovierungen. Die Stadt Meerbusch bewilligt Zuschüsse für solche Vorhaben und stellt jährlich mehrere Zehntausend Euro bereit.
Zuschüsse der stadt
Die eingeplanten Mittel – insgesamt 45.000 Euro – sind für verschiedene Zwecke bestimmt. Den größten Anteil von 20.000 Euro hatte die Stadt für die Instandhaltung denkmalgeschützter oder erhaltenswerter Grabmäler vorgesehen. Sechs Grabmäler wurden in diesem Jahr instand- oder neu eingesetzt, darunter die Grabplatte für das Ehepaar Gestermann auf dem Büdericher Friedhof und der Grabstein für den ehemaligen Bürgermeister Heinrich Kürfgen auf dem Alten Friedhof in Osterath. Insgesamt hat die Stadt 12.720 Euro gezahlt.
Haus meer und die remise
Für Haus Meer hatte die Stadt in diesem Jahr 10.000 Euro zurückgelegt, um den Förderverein die Parkpflege betreiben zu lassen. Das Geld wurde jedoch nicht genutzt, weil der Verein weiterhin keinen Zutritt zum Gelände hat. Bereits 2024 wurde die gleiche Summe eingeplant und nicht ausgezahlt.
Förderung durch land und kommune
Nicht nur die Stadt fördert die Denkmalpflege. In sogenannten Pauschalzuweisungen geben die Kommune und das Land NRW in gleichen Teilen Geld für die Förderung kleinerer privater Denkmalpflegemaßnahmen. So kommen insgesamt 10.000 Euro zusammen, die in diesem Jahr jedoch auch nicht gänzlich ausgegeben wurden. Grund sei, dass einige Projekte noch in der Planungsphase oder erst im nächsten Jahr förderfähig sind.
Arbeiten am weilerhof
Der Kulturausschuss beschloss, aus diesem Topf Arbeiten am Weilerhof in Ossum-Bösinghoven zu fördern. Eine der Giebelseiten der Hofanlage aus dem Jahr 1776 muss gesäubert und neu gestrichen werden, ebenso Teile des Wohngebäudes. Das kostet gut 9000 Euro, die Politik bewilligte einen Zuschuss von 2500 Euro.
Zukunft der denkmalpflege
Stephanie Beschle von der Unteren Denkmalbehörde kündigte an, dass es künftig weniger Geld für die Denkmalpflege geben werde – zumindest vom Land. Das Landesministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung hat die Förderung kleinerer privater Denkmalpflegemaßnahmen eingestellt. Für 2026 stehen dann nur die 5000 Euro der Stadt zur Verfügung.
Private denkmalpflege
Für die private Denkmalpflege, die nicht unter die Förderrichtlinien des Landes fällt, hat die Stadt weitere 5000 Euro eingeplant. Davon gingen 4000 Euro an den Groß-Isselhof in Ilverich. Dort beteiligte sich die Stadt an der Erneuerung von Fenstern und Toren. Denkmalpflege bedeutet aber nicht nur Arbeit an Gebäuden: 300 Euro gingen an den Heimatkreis Lank, der damit eine Veranstaltung zum Tag des offenen Denkmals ausrichtete.
Ausblick
Inwiefern sich das nicht abgerufene Geld und die fehlende Bezuschussung des Landes auf die Förderung der Denkmalpflege im kommenden Jahr auswirken, diskutieren die Kulturpolitiker im Frühjahr in den Haushaltsverhandlungen.