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Die Ursprünge von Halloween und seine Bedeutung

Die vorfahren von klaus mönch

Die Vorfahren väterlicherseits von Klaus Mönch, bekannt als Ratinger Wetterfrosch, sind während der Kartoffelpest Mitte des 19. Jahrhunderts von der Westküste Irlands in die USA ausgewandert. Alte Bräuche und Traditionen wurden dabei mit in die neue Heimat genommen, unter anderem auch das Halloween.

Allerheiligen und halloween

Allerheiligen und halloween

Einen Tag nach Halloween, am 1. November, wird seit 900 nach Christus bei den Christen Allerheiligen gefeiert. Im Englischen heißt Allerheiligen All Saints Day oder All Hallows. Der 31. Oktober war bekannt als der Abend vor Allerheiligen, englisch All Hallows Even[ing], verkürzt zu Halloween.

Die traditionen der kelten

Wenn sich zu Halloween Kinder und Jugendliche verkleiden, so wissen die wenigsten, dass sie damit die Tradition der ersten irischen Steinzeitbauern von vor 5000 Jahren fortsetzen. Am Ende des bäuerlichen Jahres, des natürlichen Wachstumskreislaufes, feierten sie ein Fest, das sich um zwei Hauptinteressen der Menschheit dreht – ihren Fortbestand und ihre Verbindung zu den Ahnen, beziehungsweise Göttern.

Samhain und seine bedeutung

Auch die Kelten, die vor 2500 Jahren Irland besiedelten, begannen das Jahr mit der dunklen Jahreszeit. Ihr Fest nannten sie Samhain – gesprochen: saun – was sich von sam-fuin (Sommer-Ende) herleitet. Das heutige irische Wort Samhain heißt übersetzt November. Zeitlich entsprach das Fest unserem 1. November und teilte das Jahr in eine Winter- und eine Sommerhälfte, eine Jahresnacht und einen Jahrestag.

Die bedeutung der nacht

Cäsars Beobachtung, dass die Kelten dem Licht das Dunkel und ihrer Zeitberechnung die Nacht voranstellen, bedeutet für Samhain, dass es zusätzlich den Charakter eines Neujahrsfestes annimmt, das den alten Zyklus abschließt und zum neuen überleitet. Samhain sitzt zwar an einer Nahtstelle im Jahreszyklus, schließt aber eine Zeitenlücke mit ein. Sommer und Jahr enden mit dem Abend des 31. Oktober. Das neue Jahr und der Winter sind Produkte der Dunkelheit – die Nacht wurde als dazwischen hängend empfunden – sie war unmessbare Zeit, also Ewigkeit, in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zusammenfallen. Deshalb war sie besonders gut geeignet, die Zukunft zu erkunden, das heißt das, was die Götter vorbestimmten.

Gesellschaftsspiele und die zukunft

Manche der heute noch gespielten Gesellschaftsspiele gehen auf den Versuch zurück, den Willen der Götter zu erforschen – bei den Kelten die vorrangigste Aufgabe der Druiden.

Halloween und die gegenwart

Was für die Kelten Samhain war, ist für uns Silvester. Auch wir versuchen an diesem Abend, zum Beispiel mit dem Bleigießen, die Zukunft des kommenden Jahres zu erforschen. Spätestens bis zum Sommerende mussten die Ernte aus Feld und Garten sowie die Wildfrüchte aus Hecken und Wald eingebracht sein und die Wintersaat im Boden liegen. Das Vieh wurde von den Sommerweiden in den Stall getrieben. Brennstoff für den ganzen Winter war säuberlich im Haus geschichtet, die Pacht und sonstige Schulden bezahlt.

Das leben im winterhalbjahr

Im Winterhalbjahr musste mit Dunkelheit, Kälte und vermehrt mit Krankheit, Mangel und Unfällen gerechnet werden. Das Leben spielte sich während der nächsten sechs Monate in engen, verrauchten Räumen rund ums Feuer ab. Damit begann die Saison des Geschichtenerzählens. Mit den Herden kamen Hirten und Hirtinnen nach Hause. Samhain gab dem Liebesleben Aufschwung, Hochzeiten fanden öfters statt. Samhain war und ist in erster Linie ein Fest der Familie, der bestehenden, der zukünftigen, aber auch der vergangenen, denn die Verstorbenen nahmen auch daran teil, bevor sich das von der Kirche auf den 2. November gerückte Allerseelen überall durchgesetzt hatte.

Die feierlichkeiten zu samhain

Zu Ehren der Verschiedenen wurde das Haus zu Samhain blitzblank geputzt, das Feuer besonders sorgfältig gewartet; Quellwasser, Speisen und Tabak auf den Tisch oder vor den Kamin gestellt. Jedermann ließ die Haustür unverschlossen, verkrümelte sich aber früh ins warme Bett – die Toten schätzten es nicht, von den Lebenden beobachtet zu werden. Zu Samhain entlässt die Erde nicht nur die Toten der Familie. Aus den sidhe, den grünen Feenhügeln, entsteigen Abgeschiedene verschiedenster Art: Götter, Feen, Elfen, Kobolde, der Puca, Geister und Dämonen. So wie damals den Verstorbenen Leckereien bereitgestellt wurden, so ziehen heute in Irland und den USA die Kinder in ihren gruseligen Verkleidungen von Haustür zu Haustür mit dem Spruch Trick or treat – Süßigkeiten oder wir spielen Euch einen Streich.

Der kürbis und seine bedeutung

Und was hat der Kürbis mit Halloween zu tun? Ausgehöhlt, mit einem Gesicht und innen mit einer Kerze versehen, wird der Kürbis Jack OLantern genannt und soll böse Geister fernhalten. Zurück geht Jack OLantern auf eine alte Legende: Vor langer Zeit soll ein ziemlich bösartiger Mann namens Jack gelebt haben. Als er starb und seine Reise in die Ewigkeit antreten musste, wurde er verständlicherweise nicht in den Himmel eingelassen. Ergeben machte er sich auf den Weg in die Hölle, um Einlass zu begehren. Aber selbst der Teufel mochte den hinterhältigen Burschen nicht. Also trat er ihm unterwegs entgegen und drückte ihm ein Stück Kohle in die Hand.

Die legende von jack olantern

So zog Jack von dannen, platzierte die heiße Kohle in eine ausgehöhlte Rübe und wandert seitdem ruhelos umher, auf der Suche nach einem Platz, wo er den Rest seines Todes zubringen kann. Die Menschen leiteten aus dieser Legende ab, dass ein brennendes Stück Kohle in einer Rübe den Teufel und auch die übrigen bösen Geister abhält. Der Brauch wurde von den irischen Einwanderern in die USA mitgenommen und dort wie alles Brauchtum aus der alten Heimat hochgehalten und sogar noch ausgebaut. Da der in Amerika heimische Kürbis wesentlich größer und auch leichter zu bearbeiten ist als die Rübe, ist er besser als Jack OLantern geeignet. Außerdem übertreiben es die Amis ja gerne.