Großer Einsatz der Kreispolizeibehörde Kleve in Kranenburg-Wyler
Großer einsatz der kreispolizeibehörde kleve in kranenburg-wyler
Ein großer Einsatz der Kreispolizeibehörde Kleve hatte am Sonntag in Kranenburg-Wyler für Aufsehen gesorgt: Wie berichtet wurde dort ein 30 Jahre alter Mann vorläufig festgenommen, nachdem die Polizei den Hinweis niederländischer Kollegen erhalten hatte, dass in einem Haus an der Hauptstraße eine 29 Jahre alte Frau gegen ihren Willen von dem Mann festgehalten werde. Weil es auch Hinweise auf eine Bewaffnung des Mannes gab, wurden zusätzlich Spezialeinsatzkräfte angefordert, die für besondere Gefahrensituationen ausgebildet und ausgerüstet sind.
Die Hauptstraße wurde für den Einsatz in Wyler, der sich insgesamt über mehr als sechs Stunden erstreckte, zeitweise gesperrt. Der Mann konnte dann laut Polizei in einem günstigen Moment ohne Widerstand und unverletzt festgenommen werden, das Haus wurde anschließend durchsucht. Wie die Polizei am Montag mitteilte, wurde der 30-Jährige – ein Niederländer, der seit vielen Jahren in Deutschland lebt – noch am selben Tag wieder freigelassen.
„Da sich weder im Rahmen der noch am Sonntag erfolgten Vernehmungen aller Beteiligten noch bei der Durchsuchung des Wohnhauses Hinweise auf strafbares Verhalten ergaben, konnten die zunächst in Rede stehenden Vorwürfe im Rahmen der Ermittlungen gänzlich ausgeräumt und der Beschuldigte nach seiner Vernehmung unverzüglich auf freien Fuß gesetzt werden“, heißt es von der Polizei.
Folgender Sachverhalt stellte sich laut Polizei im Rahmen der Ermittlungen, insbesondere der Vernehmungen, heraus: Der 30-jährige Niederländer habe am Samstagabend eine größere Feier in seinem Haus veranstaltet. „Die 29-jährige Frau, mit der der Mann eine Beziehung hatte, war dort zu Gast. Vermutlich aufgrund von starkem Alkoholkonsum geriet sie in der Nacht in Panik, als sie eine im Haus gelagerte erlaubnisfreie Schusswaffe bemerkte.“ Die Frau habe dann über einen Messenger-Dienst einem Bekannten in den Niederlanden geschrieben, dass sie bedroht und geschlagen werde.
Der Bekannte wandte sich an die niederländische Polizei, die wiederum die deutschen Behörden über den Sachverhalt informierte. „Aufgrund der mit dem Chatverlauf erlangten Erkenntnisse und der Tatsache, dass kein weiterer Kontakt mit der Frau hergestellt werden konnte, musste eine Gefahrensituation für die Frau angenommen werden. Daher wurden starke Polizeikräfte, unter anderem Spezialkräfte, in Kranenburg zusammengezogen.“ Hinweise auf strafbares Verhalten hätten sich dann aber weder bei den Vernehmungen noch bei der Durchsuchung ergeben.