Neue Mitte Tiefenbroich: Bürgerbeteiligung und Entwicklung im Stadtquartier

Einladung zur bürgerbeteiligung

Die Stadt Ratingen hat alle Bürger des Stadtteils Tiefenbroich zum Austausch über die "Neue Mitte Tiefenbroich" eingeladen. Für gut sieben Wochen wurde ein Ort der Begegnung unter freiem Himmel auf dem Parkplatz des ehemaligen georgischen Restaurants an der Sohlstättenstraße 26c aufgebaut. Dieser Ort der Begegnung heißt "Tiefenbroich-Terrassen". Bis zum 14. November können diese von Vereinen und Bürgern für eigene Veranstaltungen genutzt werden. Interessierte können sich an Hannah Esselborn (Kommune Zukunft), E-Mail [email protected], wenden.

Bisherige ideen und anregungen

Bisherige ideen und anregungen

Was ist aus den bisherigen Ideen und Anregungen aus den Bürgerbeteiligungen geworden? Die Stadt Ratingen hat die Ergebnisse der Bürgerbefragung in Tiefenbroich konsequent aufgegriffen und in ein konkretes Stadtteilprojekt überführt: die Neue Mitte Tiefenbroich. Im Zentrum des Projektes steht die Entwicklung im Kreuzungsbereich Sohlstättenstraße/Alter Kirchweg.

Pläne für das ratio-gelände

Auch für das Ratio-Gelände in Tiefenbroich gibt es neue Pläne zur Ansiedlung von Einzelhandel. Die alten Gebäude sollen komplett abgerissen werden. In einem neuen Gebäudekomplex sollen dann ein Supermarkt, ein Möbelhaus, ein Drogeriemarkt und ein Getränkehandel untergebracht werden. Anders als bisher, soll die Fläche von der Christinenstraße aus geöffnet werden.

Projektsteuerung

Mit der Projektsteuerung wurde das Büro Kommune Zukunft aus Konstanz beauftragt, zunächst für einen Zeitraum von zwei Jahren. Das Team von Kommune Zukunft hat die Ergebnisse der bisherigen Bürgerbeteiligungen in seine Arbeit mit aufgenommen und die Erkenntnisse daraus in persönlichen Gesprächen mit mehreren Abteilungen der Stadt Ratingen, den Mitgliedern des neu gegründeten Bürgervereins sowie einzelnen privaten Eigentümern vertieft.

Ziele des projekts

Erstes Ziel ist es, die zentrale Aufenthaltsqualität zu erhöhen, Leerstände aktiv zu bespielen, fehlende Dienstleistungen zu bündeln und die Standortattraktivität zu steigern, so dass tragfähige Finanzierungs- und Betreiberstrukturen aufgebaut werden können. Dabei werden stets die priorisierten Wünsche der Bewohnerschaft, aus der Befragung und Beteiligung der Vergangenheit, im Blick behalten: wie Treffpunkt/Café, Post-/Bankdienste, Gesundheitsangebote, bessere Erreichbarkeit.

Tiefenbroich terrassen

Mit den Tiefenbroich Terrassen ist jetzt, dank der Unterstützung des Zukunftsnetz Mobilität NRW, der erste Schritt einer bürgernahen Erprobung neuer Ansätze im Stadtquartier getan. Mit dieser temporären Aktion soll beispielhaft aufgezeigt werden, wie aus bislang anderweitig genutzten Flächen öffentliche Treffpunkte entstehen können. Die Erkenntnisse der temporären Erprobung fließen dann auch in die Erarbeitung einer dauerhaften Lösung mit ein.

Weiterentwicklung

Für 2026 wird der Abriss des Gebäudes des ehemaligen Tiflis Restaurants angestrebt. Die Freifläche kann dann zunächst im Rahmen des Reallabors von den Studierenden zur Erprobung der entwickelten Entwürfe genutzt werden. Die gemeinsam mit der Bevölkerung erprobten Ergebnisse des Reallabors ermöglichen im nächsten Schritt eine bedarfsgerechte und identitätsstiftende Platzgestaltung für die Neue Mitte Tiefenbroich. Mithilfe dieser ersten sichtbaren und erlebbaren Maßnahmen strebt die Stadt Ratingen eine Attraktivitätssteigerung des Standortes an, so dass im Weiteren die Entwicklung tragfähiger Finanzierungs- und Betreiberstrukturen in den Leerständen möglich wird und sich neue Dienstleistungsangebote im Bereich Gesundheits- und Nahversorgung ansiedeln können.

Zukünftige maßnahmen

Derzeit wird zudem an der Reaktivierung der Flächen in der ehemaligen Sparkasse gearbeitet, um dort u.a. der Bürgerschaft die Nutzung von Räumlichkeiten anzubieten. Gleichzeitig wird an der Erarbeitung einer digitalen Dialogplattform für den Stadtteil gearbeitet. Die Plattform soll dem Austausch, der Information, der Vernetzung und Kommunikation dienen. Dies wird für eine bessere Transparenz und Sichtbarkeit bezüglich der Entwicklungen im Stadtteil sorgen.