Schließung der Notdienstpraxen in Langenfeld und Ratingen
Ankündigung der schließungen
Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein (KVNO) hat die Schließungen der Notdienstpraxen in Langenfeld und Ratingen zum 30. November angekündigt. Dies sorgt für große Aufregung und Unverständnis bei den betroffenen Kommunen.
Reaktionen der bürgermeister
Langenfelds Bürgermeister Frank Schneider zeigt sich enttäuscht: "Das kommt für uns und die betroffenen Kommunen im Südkreis unerwartet und erwischt uns kalt!"
Hintergrund der schließungen
Die KVNO stellt die Notdienstversorgung im Kreis Mettmann neu auf. Notdienstpraxen sind Anlaufstellen für den ambulanten Notdienst, geöffnet abends, nachts, an Wochenenden und Feiertagen.
Neue zentrale anlaufstellen
Ab dem 1. Dezember soll die Versorgung durch eine zentrale Anlaufstelle am Evangelischen Krankenhaus in Mettmann und die Portalpraxis im Klinikum Niederberg in Velbert übernommen werden.
Keine notdienstpraxis in hilden
Die KVNO hat erstmals klargestellt, dass auch in Hilden keine Notdienstpraxis eingerichtet wird. Bürgermeister Schneider ist erstaunt: "Die bisherigen Gespräche hatten stets suggeriert, dass die Langenfelder Notdienstpraxis mindestens mit nach Hilden umzieht."
Folgen für die städte
Langenfeld, Monheim und Hilden verlieren eine notdienstliche Ärzteversorgung. Für rund 164.000 Bürgerinnen und Bürger gibt es keine kassenärztliche Versorgung außerhalb der Praxiszeiten.
Reaktionen der politik
Landrat Thomas Hendele bezeichnet das Vorgehen der KVNO als völlig inakzeptabel. Er fordert die KVNO auf, die Entscheidung zu überdenken und die Entscheidungskriterien offenzulegen.
- Die KVNO hat sich nicht an eine Vereinbarung gehalten.
- Die Schließung der Notdienstpraxis führt zu einem weiteren Versorgungsengpass.
Zukunftsperspektiven
Hendele hat die KVNO und Gesundheitsminister Laumann gebeten, die Planungen kritisch zu neu zu bewerten und eine akzeptable Lösung für die Menschen im Kreis Mettmann zu finden.