Shio Fukuda und Noah Pesch: Erwartungen und Realität

Erwartungen und ambitionen

Mit viel Euphorie und großen Erwartungen waren Shio Fukuda und Noah Pesch im Sommer auf Leihbasis zu ihren neuen Klubs gewechselt. Karlsruhes Sportchef Mario Eggimann sagte kurz nach dem Transfer Fukudas Ende August: „Sein Ziel ist die WM 2026 in den USA mit dem japanischen Team, das gibt ihm zusätzliche Motivation, alles dafür zu tun, um auf sich aufmerksam zu machen.“

Fukudas einsatzzeiten

Fukudas einsatzzeiten

67 Minuten hat Fukuda bislang für den KSC in vier Kurzeinsätzen gesammelt. Die Spielzeit taugt weder als Bewerbungsschreiben für das Nationalteam noch für seinen Stammverein Borussia Mönchengladbach. Zuletzt blieb Fukuda unter Trainer Christian Eichner zweimal ohne Einsatz – und wurde in der Hierarchie von Youngster Eymen Laghrissi überholt, der am Wochenende gegen den 1. FC Kaiserslautern eingewechselt wurde.

Laghrissis debüt

Laghrissis debüt

Laghrissi, wie Fukuda ein zentraler Angreifer, bereitete bei seinem Zweitliga-Debüt als 17-Jähriger den zwischenzeitlichen 2:2-Ausgleich vor, die Partie ging mit 2:3 verloren. „Ich wechsle die Spieler ein, von denen ich glaube, dass sie es zum Zeitpunkt X einfach gut machen und es sich ein Stück weit verdient haben“, sagte Eichner nach dem Spiel – ein deutlicher Fingerzeig, unter anderem in die Richtung Fukudas.

Peschs tor und auswechslungen

Peschs tor und auswechslungen

Noah Pesch erzielte sein erstes Zweitligator für Magdeburg. Bei der 4:5-Niederlage gegen die SpVgg Greuther Fürth erzielte er als Joker ein Tor. Es waren seine ersten acht Spielminuten für den 1. FC Magdeburg, Pesch traf mit seinem ersten Zweitliga-Torschuss überhaupt. Umso verwunderlicher, dass er in den vier Pflichtspielen danach unter Trainer Markus Fiedler keine Rolle mehr spielte, obwohl Magdeburg stets in Rückstand geriet und gerade in der Schlussphase frische Offensivkräfte gebrauchen konnte.

Abstiegskampf für magdeburg

Abstiegskampf für magdeburg

Unter Interimstrainer Petrik Sander, den Pesch aus dem Reserveteam kennt, geht es für Magdeburg nun darum, im Abstiegskampf nicht den Anschluss zu verlieren. Immerhin kehrte Pesch beim 0:0 gegen den SV Darmstadt am Wochenende in den Kader des Tabellenletzten zurück und wurde in der Nachspielzeit eingewechselt.

Zukunftsperspektiven

Bleiben die Einsatzzeiten weiter so ernüchternd, wird sich Borussia im Winter mit den Spielern und den Vereinen auseinandersetzen müssen – und möglicherweise eine Leihe zu einem anderen Verein in Erwägung ziehen. Andernfalls droht das Jahr für beide ein verlorenes zu werden.

Schröders grundsätze für die winter-transferperiode

Die 3. Liga wäre für Fukuda und Pesch auf den ersten Blick ein Rückschritt, hat zuletzt aber zum Beispiel Mika Schroers zu alter Stärke verholfen. Borussias ehemaliger Regionalliga-Torjäger machte für Arminia Bielefeld in der vergangenen Saison kein Zweitligaspiel und wurde im Sommer zu Alemannia Aachen verliehen. Dort hat der 23-Jährige in acht Spielen vier Tore erzielt.