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SV Sonsbeck verpasst Chance auf Tabellenspitze

Sv sonsbeck verpasst chance auf tabellenspitze

Sv sonsbeck verpasst chance auf tabellenspitze

Die Oberliga-Fußballer des SV Sonsbeck bekamen am Sonntag im Willy-Lemkens-Sportpark die Gelegenheit, am achten Spieltag an die Tabellenspitze vorzurücken. Weil Ratingen 04/19 in Baumberg am Tag der Deutschen Einheit gepatzt hatte, war dafür ein Heimsieg gegen den VfB Hilden Voraussetzung. Doch die Mannschaft von Heinrich Losing ließ die Chance ungenutzt. Die ansonsten so heimstarken Sonsbecker blieben unter ihren Möglichkeiten und punktlos. Der VfB musste für den 2:1 (1:0)-Auswärtssieg gar nicht mal so viel Aufwand betreiben. Gerade vor der Pause spielten die Hausherren nicht wie eine Mannschaft, die Tabellenrang eins übernehmen möchte. „Das war auch überhaupt kein Thema in der Kabine“, versicherte Heiner Gesthüsen, der Sportliche Leiter.

Losing veränderte seine Anfangsformation im Vergleich zum Sieg in Monheim auf drei Positionen. Klaus Keisers musste wegen einer Oberschenkelzerrung passen, Jannis Pütz meldete sich am Sonntagvormittag erkrankt ab. Ihr Fehlen machte sich deutlich im Mittelfeld und bei den Offensivbemühungen bemerkbar. Sebastian Leurs kehrte auf seine angestammte linke Außenverteidiger-Position zurück. Florian Josip Berisic saß wieder auf der Bank. David Somodi sowie Semih Güngör übernahmen die Plätze von Pütz sowie Keisers.

Bei den Rot-Weißen lief zunächst nicht viel zusammen. Es fehlten Selbstvertrauen und Einsatzwillen. Es war ein mutloser Auftritt in der ersten Hälfte. Sonsbeck ließ sich in die eigene Hälfte drängen, versuchte es zumeist mit langen Bällen. Hilden war deutlich kreativer, insbesondere spielfreudiger. Und auch torgefährlicher. Beim 1:0 wunderte sich Etienne Feese wohl darüber, warum ihn keine Gegenspieler im Strafraum am Torschuss hinderte. Er zog in der 21. Minute trocken ab, der Ball klatschte unter die Latte und von dort ins Netz. Hilden blieb gefährlich.

Auf der anderen Seite gab’s nur einen echten Aufreger. Leurs setzte in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit Linus Krajac schön in Szene. Der torgefährliche Mittelfeldakteur lief alleine auf Schlussmann Yannic Lenze zu, schoss den Ball aber an den linken Pfosten.

In der Kabine erinnerte Losing seine Spieler an die Inhalte der Besprechung zum VfB-Spiel. Er forderte zudem eine bessere Kommunikation, mehr Emotionen und Gradlinigkeit. Und die Worte des Trainers, der auf personelle Anpassungen verzichtete, fanden Gehör. Seine Mannschaft war galliger und erzeugte mehr Druck. In der 68. Minute wurden die Hausherren belohnt. Leurs bediente erneut Krajac, der mit einem Flugkopfball den Ausgleich erzielte. Und die Losing-Elf ließ nicht locker. Doch der VfB machte den nächsten Treffer.

Den Kopfball von Leon Prokshi parierte Keeper Kenan Mehmedovic noch glänzend, bei der nächsten Hereingabe war der Hildener Einwechselspieler dann erfolgreich. Joker Prokshi traf zum 2:1 in der 84. Minute. Dem hatte der SVS nichts mehr entgegenzusetzen.

„Wir haben das Spiel durch unsere schwache Leistung in der ersten Hälfte verloren. Dass Klaus und Jannis gefehlt haben, darf keine Ausrede sein. Jeder Spieler äußert seinen Anspruch, in der ersten Elf zu stehen. Quasseln reicht da nicht weiter, es geht allein um die Leistung. In der zweiten Hälfte haben wir dann das umgesetzt, was wir schon ab Spielbeginn machen wollten“, resümierte Losing, der sichtlich genervt war von dem Thema Tabellenführung. Er meinte: „Das interessiert mich überhaupt nicht. Außerdem muss man nur mal nach unten in die Tabelle schauen. Unser Abstand zum 14. Platz beträgt nur fünf Punkte.“