TuSpo Richrath schlägt SSVg Velbert II mit 3:2
Spannendes spiel ohne lange pausen
In einem mitunter wilden Spiel ohne lange Ruhephasen und trotz eines frühen Rückschlags schlägt TuSpo Richrath die Gäste von der SSVg Velbert II verdient mit 3:2 (2:1). Trainer Lukas Beruda hob das neue Gesicht hervor, das seine Mannschaft gegen Ende der Partie zeigte. Denn mit der Führung im Rücken verlegte sich TuSpo in erster Linie darauf, das Ergebnis möglichst sicher über die Zeit zu bringen und nicht unbedingt einen vierten Treffer zu erzielen. Dabei stand mit Sonny Täger erstmals seit der Vorbereitung wieder der Stammtorhüter im Kasten der Richrather.
Begegnung beginnt verheißungsvoll
Die Begegnung begann gleich verheißungsvoll und rassig: Der Sekundenzeiger hatte demnach noch keine volle Runde absolviert, da zog Gianluca Gagliardi von seiner linken Außenbahn nach innen und schoss das Spielgerät aus rund 23 Metern mit einem lauten Knall an die Latte (1.). Nur wenige Minuten später fiel dann auch schon das erste Tor – allerdings für die Gäste. Nach einer Ecke beförderte Cedric Bestler den Ball zum 0:1 aus Heimsicht über die Linie (10.). „Wir hätten es besser verteidigen können“, sagte Beruda, „wir sind dann nicht kompromisslos genug.“ Zum Zwischenergebnis fand er: „Wir waren vorher gut im Spiel, und dann laufen wir erst mal hinterher.“
Aufholjagd innerhalb von 15 minuten
Doch immerhin benötigte seine Auswahl für diese Aufholjagd nicht allzu lange: Nur eine Viertelstunde nach dem Velberter Führungstor stand Jonas Schäfer nach einer Ecke von Dustin Beyen am zweiten Pfosten allein gelassen da und schob ein – 1:1 (25.). Richrath blieb nun weiter aufmerksam. Insbesondere der sehr wache Alen Vincazovic drückte dem Duell seinen Stempel auf. Er war es auch, der kurz vor der Pause den Ball im Pressing gewann, ihn wenige Meter führte und anschließend von der Strafraumlinie so erfolgreich wie überlegt neben den linken Pfosten legte (41.). Dank seiner Kälte hatte TuSpo die Partie gedreht.
Nach der pause: wildes spiel
Nach der Pause nahm das Aufeinandertreffen den genannten wilden Verlauf. Keines der beiden Teams konnte oder wollte in dieser Phase durch längere Ballbesitzzeit Ruhe ins Spiel bringen, und beide Mannschaften agierten enorm zielstrebig durchs Mittelfeld. TuSpo war dann die Elf, die dafür als erste belohnt wurde, als Dustin Beyen bei seinem Dribbling in der Box regelwidrig zu Fall gebracht wurde – Arian Ugljani versenkte den entsprechenden Strafstoß vom Schützen aus gesehen links (61.).
Velbert gleicht aus
Der komfortable Abstand hielt gleichwohl nur für rund 120 Sekunden, denn laut Beruda bekamen die Gäste einen unberechtigten Freistoß in Tornähe zugesprochen – den links versetzten ruhenden Ball versenkte Lirik Krasniqi aus etwa 24 Metern im Torwarteck (63.). In der Folge des Anschlusses nahm die Begegnung noch einmal an Fahrt auf. „Der Schiedsrichter wurde dann unberechenbarer in seinen Entscheidungen“, bemängelte Beruda. Während Velbert mit vermehrt langen Bällen zum Erfolg kommen wollte, hatte TuSpo Kontermöglichkeiten. Vincazovic hatte im Zuge dessen die Entscheidung auf dem Fuß, verzog aber von rechts kommend am langen Pfosten vorbei.
Spannender abschluss
So blieb es bis zuletzt spannend, obwohl TuSpo zur Freude des Übungsleiters durch die Defensivhaltung keine nennenswerten Gelegenheiten zuließ. „Wir haben das an den Tag gelegt, was in dieser Liga wichtig ist, und 96 Minuten lang einen Kampf hingelegt“, sagte Beruda. „Wir haben das 3:2 mehr verteidigt als aufs 4:2 zu spielen – das hätten wir früher anders gemacht.“ Letztlich belohnte sich Richrath für den beherzten Auftritt.
- Trainer Lukas Beruda hob das neue Gesicht seiner Mannschaft hervor.
- Sonny Täger stand erstmals seit der Vorbereitung wieder im Tor.
- Gianluca Gagliardi schoss das Spielgerät an die Latte (1.).
- Cedric Bestler erzielte das erste Tor für Velbert (10.).
- Jonas Schäfer erzielte das 1:1 (25.).
- Alen Vincazovic legte den Ball neben den linken Pfosten (41.).
- Arian Ugljani versenkte den Strafstoß (61.).
- Lirik Krasniqi erzielte den Ausgleich (63.).