Kreative Stadtraumprojekte als fester Bestandteil der Stadtentwicklung
Festival „blank spaces“ in mönchengladbach
Das Festival „Blank Spaces“ fand zum ersten Mal in der Gladbacher Innenstadt statt und möchte die Relevanz und Vielfalt der Kulturszene in den Vordergrund stellen. Es wurden Stadtgestalter aus dem gesamten Bundesgebiet eingeladen, um realisierte Projekte vorzustellen.
Diskussion „just a happening?“
Im Haus Erholung diskutierten die Stadtgestalter über die Bedeutung von kreativen Stadtraumprojekten. Ein Beispiel war das „Stadtlabor” in der Lutherstadt Wittenberg, das von Kristina Gergert aus Hannover umgesetzt wurde. Menschen einzubeziehen war ein zentraler Aspekt, um neue Zugänge zu finden.
Projekt „stadtlabor“ in wittenberg
Das Projekt „Stadtlabor” in Wittenberg wurde in einem Zeitfenster von zweieinhalb Jahren realisiert. Es wurden Möbel selbst gebaut und Schülerinnen und Schüler durften die endgültigen Entscheidungen über Fördermittel fällen. Jedes Jahr werden dabei fünf Projekte ausgewählt.
Einbindung junger menschen
Besonders junge Menschen wurden in das Projekt eingebunden, da Wittenberg mit dem Strukturwandel und dem Wegziehen junger Menschen konfrontiert ist. Das Motto „Wandel durch Handlung” stand im Vordergrund.
Materialrecycling und stadtgestaltung
Martha Starke vom Netzwerk „morgen.“ zeigte auf, wie Materialien wiederverwendet werden können. Abfall in großen Mengen entsteht vor allem in der Bauwirtschaft. Altmaterial wird geerntet und wieder in den Kreislauf gebracht. Ein Beispiel ist das Projekt „Grünes Wasser”, das urbanen Wasserflächen neues Leben einhauchen möchte.
Schwierigkeiten und erfolge
Frank Schulz, Mönchengladbacher Raumplaner, wies auf Schwierigkeiten hin, zeigte aber auch „geglückte Versuche” auf. Ein angedachter Kiosk im neu gestalteten Geropark scheiterte an fehlenden Ehrenamtlichen. Im Westend entstand hingegen ein Redaktionsteam, das eigenständig eine Zeitung für das Quartier herausgibt.
Zusammenfassung
Das Festival „Blank Spaces“ und die Diskussionen zeigten, wie kreativen Stadtraumprojekte nicht nur Lückenfüller, sondern fester Bestandteil der Stadtentwicklung werden können. Die Einbindung von Menschen und die Wiederverwendung von Materialien sind zentrale Aspekte.