Abriss der ehemaligen Grundschule Ost: Verzögerung durch Schadstoffbelastung
Ursprünglicher plan
Die ehemalige Grundschule Ost sollte ursprünglich bis zum Ende der Sommerschulferien abgerissen werden. Dieser Plan musste jedoch verworfen werden, da auch im Dach der schadstoffbelasteten Gebäude weitere gebundene Materialien gefunden wurden.
Sanierungsarbeiten
Die Stadt ließ Sanierungsarbeiten durchführen, um die belasteten Materialien fachmännisch und gesichert zu entsorgen. Dies war ein zeitaufwendiger Prozess, wie aus dem Rathaus zu hören ist. Der Abtransport und das Entsorgungsziel des zusätzlichen Schadstoffmaterials mussten organisiert werden. Dafür musste die von der Stadt beauftragte Fachfirma einen neuen Bauzeitplan erstellen sowie Kapazitäten entsprechend ausrichten und neu einteilen.
Überwachung und sicherheit
Beim Abtransport des belasteten Materials wurde penibel darauf geachtet, dass keine Schadstoffe freigesetzt werden. Die einzelnen Sanierungsphasen wurden von Gutachtern überwacht. Auf dem Gelände befindet sich schließlich die Gesamtschule. Auch bei den nun fortgesetzten Arbeiten werden die beteiligten Firmen darauf achten, den Schulbetrieb möglichst wenig zu stören.
Vorbereitung des abriss
In den Herbstferien wurde bereits der Abriss vorbereitet. Damit die Bagger zum Einsatz kommen konnten, wurden Soll-Bruch-Stellen in den Betonwänden der Abrissgebäude hineingefräst. Die eingeschossigen Gebäudeteile in Längsrichtung zur Straße Weyersbusch wurden bereits mit einem kleinen Bagger abgerissen.
Großer bagger für das hauptgebäude
Für das Hauptgebäude wird in der kommenden Woche ein deutlich größerer „Longfront“-Bagger eingesetzt. Dieser wird aufgrund seiner Ausmaße und als Spezialtransport über Nacht und mit Begleitfahrzeugen von Montag auf Dienstag, 27. auf den 28. Oktober, zwischen 22 und 6 Uhr über die Straßen rollen und an der Weyersbusch-Baustelle angeliefert.
Projektleiter und zeitplan
Timo Hädrich, Projektleiter beim Amt für Gebäudemanagement der Stadt, stellt fest: „Damit liegen wir mit dem Rückbau im Plan.“ Ziel ist es nach wie vor, den kompletten Abriss bis Jahresende abzuwickeln.
Kosten und förderprogramme
Glücklicherweise sei durch die Verzögerung und die vorgezogene Sanierung des schadstoffbelasteten Gebäudes kein finanzieller Mehraufwand entstanden. Die Kosten bleiben im taxierten Rahmen, der im noch laufenden Doppelhaushalt 2024/25 eingestellt ist. Grund dafür ist, dass andere mit dem Abriss verbundene Aufträge günstiger vergeben werden konnten, als ursprünglich angenommen. Insgesamt sind für den Rückbau am Weyersbusch knapp zwei Millionen Euro festgesetzt.
Schulhofgestaltung
Durch den Abriss werden Flächen frei, die als Schulhof der wachsenden Gesamtschule genutzt werden sollen. Die Stadt plant die Schulhofumgestaltung gemeinsam mit der Schulleitung und Vertretern der Eltern- und Schülerschaft. Finanzielle Unterstützung könnte es aus dem Förderprogramm „Coole Schulhöfe 2.0“ geben – ein Programm der Deutschen Umwelthilfe mit Unterstützung des NRW-Ministeriums für Umwelt, Naturschutz und Verkehr – für das sich die Stadt beworben hat.