bildung

Horror-Vater muss für fast zehn Jahre ins Gefängnis

Heilbronn – Ein Jahr lang missbrauchte und vergewaltigte Sergej K. nach Überzeugung des Gerichts seine eigene Tochter. Zunächst war er lediglich zu vier Jahren Haft verurteilt worden, legte aber Berufung ein. Das Landgericht Heilbronn erhöhte die Strafe nun deutlich.

Neun Jahre und sechs Monate Haft

Der 47-Jährige muss nun für neun Jahre und sechs Monate ins Gefängnis. Dieses Urteil fällte der Vorsitzende Richter Alexander Lobmüller (53) vor dem Landgericht Heilbronn (Baden-Württemberg), der für seine harten Entscheidungen bekannt ist.

Übergriffe nach dem Tod der Mutter

Übergriffe nach dem Tod der Mutter

Nach dem Tod der Mutter war die damals sechsjährige Tochter in die Obhut ihres Vaters gekommen, der mittlerweile eine neue Familie gegründet hatte. Statt Halt und Geborgenheit zu bieten, erlebte das Mädchen Gewalt und Missbrauch. Bereits ab 2019 missbrauchte Sergej K. seine Tochter, und spätestens ab dem Alter von zwölf Jahren kam es zu sexuellen Übergriffen.

Tochter schildert die Übergriffe

Tochter schildert die Übergriffe

Die heute 17-Jährige, die als Nebenklägerin im Saal anwesend war, schilderte die Übergriffe in der öffentlichen Verhandlung. Sergej K. beteuerte weiterhin seine Unschuld und behauptete, seine Tochter habe sich die Vorwürfe ausgedacht. Richter Lobmüller wertete die Schilderungen der Tochter als glaubhaft und wies auf Widersprüche im Verhalten des Angeklagten hin.

Revision wird angekündigt

Revision wird angekündigt

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der Verteidiger von Sergej K., Ralph Andreß (59), kündigte an, Revision einzulegen.