Verkehrssperrungen vor Schulen in Neuss: Start des Pilotprojekts

Verkehrssperrungen vor schulen in neuss: start des pilotprojekts

Ab dem kommenden Montag, 27. Oktober, werden die Straßen vor vier Neusser Schulen zu den morgendlichen Bringzeiten testweise für den motorisierten Verkehr gesperrt. Mit dem Konzept der sogenannten Schulstraßen möchte die Stadt nach eigenen Angaben die Verkehrssituation vor Schulen sicherer machen. Das Pilotprojekt ist zunächst auf das Schuljahr 2025/2026 befristet.

Hintergrund und planung

Hintergrund und planung

Der Stadtrat hatte bereits im März 2024 beschlossen, die neue rechtliche Möglichkeit zur Einrichtung von Schulstraßen zu nutzen. Nach einer Analyse der Verkehrssituation vor allen Neusser Schulen und Gesprächen mit den Schulleitungen wurden vier Standorte ausgewählt: das Quirinus-Gymnasium, die Martin-Luther-Schule/Kreuzschule, die Leoschule und die Pestalozzischule.

Sperrzonen und kiss-and-ride-zonen

Sperrzonen und kiss-and-ride-zonen

Zu den morgendlichen Bringzeiten zwischen 7.30 und 8 Uhr werden folgende Straßen für den motorisierten Verkehr gesperrt: Für das Quirinus-Gymnasium ist das die Sternstraße/Ecke Drususallee (mit Einrichtung einer Kiss-and-Ride-Zone vor dem Martin-Luther-Haus und an der Breite Straße) und für die ebenfalls in der Innenstadt gelegene Martin-Luther-Schule der Bereich Krurstraße/Ecke Gielenstraße. Die Kiss-and-Ride-Zonen sollen dort an der ehemaligen Bushaltestelle an der Gielenstraße sowie auf der Kaiser-Friedrich-Straße gegenüber dem Viktoria-Hotel errichtet werden. Auch auf der Furth wird es Sperrungen geben – und zwar für die Leoschule am Punkt Am Kivitzbusch/Ecke Frankenstraße (Kiss-and-Ride-Zone vor der Einmündung Frankenstraße). Eltern von Kindern, die die Konradschule in Gnadental besuchen, müssen sich auf eine Sperrung an der Ecke Löhrerstraße/Konradstraße einstellen, wo die Kiss-and-Ride-Zone auf der Konradstraße eingerichtet wird.

Durchführung und maßnahmen

Die Sperrung erfolgt durch fest installierte Verkehrsschilder. Zusätzlich stellen Verkehrshelfer der beteiligten Schulen während der Sperrzeiten mobile Absperr-Einrichtungen auf. Die Anwohner wurden laut Stadt vorab über die Maßnahme und die damit verbundenen Einschränkungen informiert. Die Ausfahrt aus den betroffenen Bereichen sowie die Zufahrt zu privaten Stellplätzen bleibt jederzeit möglich. Das Parken im öffentlichen Straßenraum sowie Lieferverkehre sind während der halbstündigen Sperrung jedoch nicht gestattet.

Begleitung und dokumentation

Die Stadt Neuss und die Kreispolizeibehörde begleiten das Pilotprojekt nach eigenen Angaben engmaschig und dokumentieren die Auswirkungen auf das Verkehrsgeschehen. Über eine mögliche Fortführung des Projekts wird voraussichtlich im Frühjahr 2026 entschieden.