Kürbisse boomen: Die beliebte Herbstfrucht in Neuss
Kürbisse in der küche
Der Sommer ist noch nicht ganz vorbei, da beginnt Thomas Küppers vom Eggenhof schon mit der Kürbisernte: "Rund um die Neusser Kirmes gibt es die ersten Hokaidos", erzählt der Landwirt. Ende Oktober, also kurz vor Halloween, hat der Kürbis seine Hochsaison. Und das gilt überall: Längst ist die Herbstfrucht nicht mehr nur auf dem Feld und in der Küche zu finden – mittlerweile gibt es sie in bunten Keramikversionen, als Kerze, aufgedruckt auf Decken, T-Shirts, Girlanden oder gar als plüschiges Deko-Kissen zu kaufen. "Der Kürbis hat den Beliebtheits-Gipfel erreicht", sagt Küppers.
Kürbisse in der gastronomie
Maronen sind zum Ende des Herbsts hin ein ganz großes Thema. Das hat zwei Gründe: Zum einen wird Halloween auch hierzulande immer beliebter, zum anderen setzt gerade die "junge Küche", so Küppers, vermehrt auf die Frucht. Zubereitet als Suppe, Ragout, als Zusatz in Lasagnen, Linsencurrys oder in Süßspeisen ist der Kürbis durchaus vielseitig. Auch in Cafés findet sich die Frucht als Gewürz für Heißgetränke auf der Karte.
Kürbisse zum dekorieren
Doch nicht nur in der Küche, auch zur Dekoration werden die echten Kürbisse genutzt. Die sogenannten Zierkürbisse sind wegen ihrer giftigen Bitterstoffe nicht zum Verzehr geeignet. Küppers merkt, dass es bei den kleinen Zierkürbissen Unterschiede zwischen den Generationen gibt: "Die Jüngeren kaufen sie weniger", sagt er. Dafür aber seien die großen Halloween-Kürbisse beliebt: Teils werden sie für Partys oder Kindergeburtstage in größerer Stückzahl gekauft. Man kann sie aushöhlen und Gesichter oder andere Motive einschnitzen – teils werden in den Supermärkten dafür spezielle Kürbis-Schnitzsets angeboten.
Kürbisse als blumengestecke
Und Daria Kaminski vom Neusser Blumenladen Kaminski kennt noch eine weitere Variante. Aus Kürbissen lassen sich schöne Blumengestecke machen. Dafür wird der Kürbis entweder ausgehöhlt und mit Steckmasse befüllt, in die dann frische Blumen gegeben werden. Oder aber, wenn man eine längere Haltbarkeit will, könne man mit einer Heißklebepistole den Kürbis mit (getrockneten) Blüten verschönern.
Beliebte kürbissorten
Besonders gefragt sind die Speisekürbisse. Aus eigenem Anbau kann Küppers da gleich mehrere Sorten anbieten: Am bekanntesten ist da wahrscheinlich der Hokaido-Kürbis. Der große Vorteil: "Man muss ihn nicht schälen", sagt Küppers. Außerdem sei auch der Spaghettikürbis beliebt. "Man nennt ihn so, weil er nach der Zubereitung Fäden zieht, die an Spaghetti erinnern", sagt er. Dieser Kürbis lasse sich gut der Länge nach halbieren. Eingepinselt mit Öl kann er im Ofen garen und anschließend mit einer Bolognese – zum Beispiel auch in einer Linsenbolognese – verzehrt werden.
Kürbisse in der asiatischen küche
Der Butternut und Champagnerkürbis ließen sich gut schälen und beispielsweise als vegetarisches Schnitzel zubereiten. "Der Champagnerkürbis heißt so, weil er eine prickelnde Konsistenz hat", meint Küppers. Auch hat er einen Kürbis im Sortiment, den Küppers kurz als "Der Graue" bezeichnet. Besonders in der asiatischen Küche werde er gerne für Süßspeisen verwendet. Erstaunlicherweise nicht so gefragt sei der Mikrowellen-Kürbis. Das sind kleine, faustgroße Kürbisse, die man zum Garen in die Mikrowelle legen kann. "Man nennt ihn scherzhaft auch den Junggesellenkürbis, weil man ihn schnell zubereitet und er für eine Portion reicht", sagt Küppers.
Kürbisse in der dekoration
Ein mit Haarspray eingesprühter Kürbis soll lange haltbar sein. Wer möchte, dass sein Kürbis nicht schnell fault, kann ihn auch mit Acrylfarbe bemalen.