Netzwerk Kinder von Inhaftierten Köln verbessert Bedingungen für betroffene Familien
Einleitung
Die Mitteilung des Landschaftsverbands Rheinland (LVR) informiert über das neue Netzwerk Kinder von Inhaftierten Köln. Ziel des Projekts ist es, die Bedingungen für junge Menschen zu verbessern, deren Elternteile im Gefängnis sitzen.
Zusammenarbeit und ziele
Das Netzwerk arbeitet in Zusammenarbeit mit den Sozialdiensten katholischer Männer (SKM) und Frauen (SkF) im Erzbistum sowie der Justizvollzugsanstalt Köln. Es hat sich zum Ziel gesetzt, die Rechte der Kinder zu stärken und die Besuche in Gefängnissen kindgerechter zu gestalten.
Rechte der kinder
Hartmut Gähl von der rheinischen Fachstelle betont, dass die Kinder ein Recht auf Erziehung und Kontakte zu beiden Elternteilen haben, wenn diese nicht im Widerspruch zum Kindeswohl stehen. Dies wird oft in Vergessenheit geraten, was das Netzwerk sensibilisieren möchte.
Gestaltung der besuche
Bei den Besuchen der Kinder von Inhaftierten muss umgedacht werden. Dies fängt bei der Gestaltung der Räumlichkeiten in Gefängnissen an, die oft nicht kindgerecht sind.
Erste aktivitäten
Das Netzwerk plant eine Begehung der JVA Köln aus Kindersicht für Mitarbeitende von Jugendämtern. Die Teilnehmerinnen sollen die Wege der Kinder innerhalb der JVA erleben und Verbesserungsvorschläge aus der Jugendhilfe einbringen.
Kooperationen und angebote
Das Netzwerk ist ein Kooperationsprojekt der Landesjugendämter bei den Landschaftsverbänden Westfalen-Lippe (LWL) und Rheinland (LVR) in Zusammenarbeit mit den NRW-Ministerien für Justiz sowie für Kinder, Jugend und Familie in NRW. Der SKM bietet eine Vätergruppe in der JVA Köln sowie eine Fachstelle mit geschlechtsspezifischer Beratung an. Der SkF Köln berät inhaftierte Schwangere und Mütter.
Buchprojekt
Darüber hinaus soll demnächst über den LVR ein Buch von inhaftierten Müttern für ihre Kinder erscheinen.