Blindengeld und Gehörlosenhilfen in Mönchengladbach 2024
Leistungen nach dem ghbg in mönchengladbach
Im Jahr 2024 haben in Mönchengladbach 722 Menschen Leistungen nach dem Gesetz über die Hilfen für Blinde und Gehörlose (GHBG) erhalten. Wie das Statistische Landesamt IT NRW anlässlich des sogenannten Tags des weißen Stocks am 15. Oktober offenlegte, war mit 402 Leistungsbeziehenden das Blindengeld die am häufigsten erbrachte Leistung. Darunter waren mehr Frauen (230) als Männer (172).
Blindengeld und hilfe für sehbehinderte
Blinde Menschen haben Anspruch auf Blindengeld zum Ausgleich der durch die Blindheit bedingten Mehraufwendungen. Zudem können Menschen, deren Seh- oder Hörvermögen massiv herabgesetzt ist, einen finanziellen Ausgleich beantragen. 2024 haben 3,4 Prozent weniger Menschen Blindengeld erhalten als im Vorjahr. Hilfe für hochgradig Sehbehinderte bezogen 111 Personen (26 Männer und 75 Frauen). Hier ist die Zahl fast gleich geblieben: 2023 war es in dieser Gruppe nur eine Person mehr. Eine Ursache für den Rückgang der Zahl der Empfängerinnen und Empfänger von Blindengeld dürfte laut den Statistikern in einer verbesserten augenärztlichen Versorgung liegen.
Hilfe für gehörlose in mönchengladbach
Während die Zahl der Empfängerinnen und Empfänger von Blindengeld zurückging, zeigte sich bei der Hilfe für Gehörlose ein leicht entgegengesetzter Trend: 2024 erhielten 209 Personen in der Vitusstadt diese Leistung, ein Plus von knapp einem Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Während landesweit deutlich mehr gehörlose Männer als Frauen Leistungen nach dem GHBG erhielten, ist es in Mönchengladbach nicht so: Hier sind wie bei den blinden und den hochgradig sehbehinderten Personen auch die Empfängerinnen deutlich in der Überzahl: 113 Frauen im Vergleich zu 96 Männern.
Gesamtzahlen in nordrhein-westfalen
In Nordrhein-Westfalen bezogen insgesamt 47.040 Menschen Leistungen nach dem GHBG. Die Nettoausgaben für Hilfen für Blinde und Gehörlose beliefen sich 2024 insgesamt auf 154,2 Millionen Euro und lagen damit um 0,3 Prozent unter dem Vorjahreswert. Der größte Teil der Nettoausgaben entfiel mit 135,5 Millionen auf das Blindengeld. 6,6 Millionen Euro wurden für die Hilfe für hochgradig Sehbehinderte aufgebracht und 12,1 Millionen Euro für die Hilfe für Gehörlose.