Erneut Pilzvergiftungen im Uniklinikum Essen
Schwere pilzvergiftungen
Das Uniklinikum in essen muss erneut mit mehreren Fällen von schweren Pilzvergiftungen kämpfen. Insgesamt sechs Personen werden zurzeit in der Spezialklinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Transplantationsmedizin behandelt. Zwei der Patienten haben bereits eine Spenderleber erhalten.
Patienteninformationen
Nähere Angaben zu den Patienten wurden zunächst nicht veröffentlicht. Es handelt sich um sechs Einzelpersonen. Im Leberzentrum in essen werden Menschen aus ganz Deutschland behandelt, und Pilzvergiftungen sind in der Herbstsaison häufig.
Dramatischer fall vor einem jahr
Zuletzt vor einem Jahr gab es einen dramatischen Fall, der bundesweit für Anteilnahme sorgte. Fünf Personen aus zwei Familien, darunter drei Kinder, waren mit akutem Leberversagen in das Essener Klinikum eingeliefert worden. Sie stammten nicht aus NRW und hatten selbst gesammelte, hochgiftige Knollenblätterpilze gegessen. Zwei Kinder und eine 75-Jährige konnten durch eine Spenderleber gerettet werden, bei einem Kind regenerierte sich das Organ selbst – ein Vater starb an der Vergiftung.
Gefährliche pilze
Schon kleinste Mengen giftiger Pilze können gefährlich sein. Daher warnt die Uniklinik essen seit Mitte September mit einer Kampagne in Sozialen Medien vor dem Verzehr des Knollenblätterpilzes: Eine Verwechslung könne lebensgefährlich sein. Bei Verdacht auf giftige Pilze sollte man sofort eine Notaufnahme aufsuchen.
Erste anzeichen
Erste körperliche Anzeichen sind Bauchkrämpfe, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Innerhalb kürzester Zeit kann es zu Leberversagen kommen.
Wichtige hinweise
- Vermeiden Sie den Verzehr von Pilzen, die Sie nicht kennen.
- Bei Verdacht auf Pilzvergiftung sofort medizinische Hilfe in Anspruch nehmen.
- Informieren Sie sich über giftige Pilze und deren Erkennung.