125 Jahre Benediktinerinnenabtei Mariendonk
Gründung und geschichte
Die Benediktinerinnenabtei Mariendonk liegt im nördlichsten Zipfel des Grefrather Ortsteils Mülhausen, zwischen Niers und Schleck. Sie besteht seit 125 Jahren, wurde aber erst ab 1948 als Abtei Mariendonk bezeichnet. Ursprünglich gegründet als Kloster St. Maria der Benediktinerinnen von der ewigen Anbetung, musste es 1875 aufgrund eines preußischen Gesetzes schließen. Die Schwestern zogen nach Driebergen bei Utrecht und kehrten 1888 nach Bonn zurück. Der wachsende Konvent in Driebergen führte zur Gründung eines neuen Klosters.
Gründung des klosters
Die Neersdommer Mühle, bis zur Säkularisation im Besitz des Erzbischofs von Köln, wurde 1806 an die Familie Stieger verkauft. Nach drei Generationen ohne Erbnachfolger gaben die Geschwister Xaver und Johanna Stieger ihren Besitz der katholischen Kirche zurück. Dies bot sich als Gelegenheit für einen Konvent der Benediktinerinnen. Mit bischöflicher Genehmigung erfolgte 1899 der erste Spatenstich zur Gründung des Klosters, das 1900 fertiggestellt wurde.
Erbschaft und klostergründung
Johanna Stieger, die letzte Erbin der Neersdommer Mühle, starb 1904 und vermachte ihren Besitz nicht nur den Schwestern, sondern auch einem Teil an die Erzabtei der Benediktiner in Beuron im Allgäu. Dies sollte ein Männerkloster nahe der Neersdommer Mühle ermöglichen. Die Benediktinerinnen kauften 1908 den benachbarten Heumischhof, um dort ein Benediktinerkloster zu gründen, was aber vom Münsteraner Bischof abgelehnt wurde.
Jubiläum und veranstaltungen
Am vergangenen Wochenende wurde das 125-jährige Jubiläum der Abtei Mariendonk im kleinen Kreis gefeiert. Die Schwestern feierten ihr Kirchweihfest an dem Tag, an dem vor 125 Jahren die erste Messe gelesen wurde. Die Feierstunde wurde mit Texten zum Thema Kirche, Kammermusik und dem Kirchenlied "Ein Haus voll Glorie schauet" abgeschlossen.
Aktuelle impulse
Trotz des ehrwürdigen Alters sendet die Abtei Mariendonk auch aktuell vielfältige Impulse in die Gesellschaft. Mit einem breiten Angebot von Einkehrtagen, Seminaren, Jazzkonzerten im Klosterpark und Gottesdiensten laden die Schwestern alle Interessierten zur Teilnahme ein.
Informationen und kontakt
Informationen über anstehende Veranstaltungen finden Interessierte auf der Webseite der Abtei unter www.mariendonk.de. Dort ist auch das Jahresprogramm für 2026 zu finden. Die Schwestern freuen sich über Besucher, die Gottesdienste und Seminare besuchen möchten.