Rentner arbeitet weiterhin in der Werkstatt

Ein rentner bleibt fit

Offiziell ist er bereits Rentner. Doch das hält den gerade 65 Jahre alt gewordenen Tischler nicht davon ab, weiter bei Orths in der Werkstatt zu arbeiten. „Es quietscht zwar schon mal hier und da, aber ich bin immer noch fit und es macht nach wie vor Spaß“, sagt er und schmunzelt. Inzwischen hat er auf Teilzeit umgestellt: „Fünf Stunden am Tag, dann muss es gut sein.“

Lange jahre in der werkstatt

Lange jahre in der werkstatt

Mit gerade einmal 14 Jahren begann Siemes seine Ausbildung in der Tischlerei Orths. Firmengründer Matthias Orths stellte ihn ein – und war auch jetzt dabei, als sein einstiger Lehrling während einer Betriebsfeier mit dem 17-köpfigen Team das Goldene Ehrenzeichen der Handwerkskammer entgegennahm. Deren Vizepräsident Bernd Münzenhofer überreichte die hohe Auszeichnung.

Berufung im handwerk

Berufung im handwerk

Heinz Siemes habe über Jahrzehnte hinweg gezeigt, „was wahre Berufung im Handwerk bedeutet“, sagte Münzenhofer. Nachdem er viele Jahre als Vorarbeiter im Bereich Trockenbau beschäftigt war, kümmert sich Heinz Siemes inzwischen mit um den Fensterbau. Sein Chef Martin Orths schätzt an ihm auch die Kreativität. Siemes habe immer gute Ideen und sei ein hervorragender Problemlöser.

Weitergabe des wissens

Und er gibt sein Wissen weiter, wie Bernd Münzenhofer in seiner Laudatio hervorhob: Aus dem 14-jährigen Lehrling von damals sei eine erfahrene Fachkraft geworden, die heute jüngeren Kolleginnen und Kollegen zeige, worauf es ankomme – fachlich wie menschlich.

Ausbildung und bindung

Die neuen Pflegefachkräfte Tamara Meuters, Nicole Seher, Hatice Yildirim und Melissa Debecker freuen sich zusammen mit ihren Praxisanleitern Uta Vlecken und Roman Jeucken und Pflegedienstleiterin Nadine Lafontaine über ihren Abschluss. „Ihre Laufbahn ist damit auch eine stille, aber kraftvolle Werbung für den Weg der dualen Ausbildung.“ Heinz Siemes habe „nicht nur Wände gebaut und Räume geformt, sondern auch Gemeinschaft gestärkt, Werte vorgelebt und jungen Menschen gezeigt, wie lohnend ein Leben im Handwerk sein kann“, so der Vizepräsident.

Feier der examinierten pflegefachkräfte

Es ist gute Tradition im Allgemeinen Krankenhaus (AKH) Viersen, dass einmal im Jahr die examinierten Pflegefachkräfte nach bestandener Prüfung zu einer kleinen Feier eingeladen werden. Daran hält Pflegedienstleiterin Nadine Lafontaine auch 2025 fest: „Herzlichen Glückwunsch euch allen. Ich bin stolz darauf, euren Werdegang verfolgt zu haben“, sagte sie und war gleichzeitig froh darüber, dass 90 Prozent der neuen Pflegefachkräfte dem Haus erhalten bleiben.

Bindung an das haus

Zur Feier kamen alle Examinierten des ganzen Jahres zusammen. So hatten einige schon im April ihre Abschlussprüfung bestanden und sind seitdem als Vollzeitkraft im Haus angestellt. Die meisten haben die dreijährige Ausbildung zur Pflegefachkraft an der Akademie für Gesundheits- und Pflegeberufe absolviert. Zu dieser generalistischen Ausbildung gehören auch Einsätze beim ambulanten Dienst, in Senioreneinrichtungen und pädiatrischen Abteilungen. „Es ist von großem Vorteil, dass das AKH eine Kinderklinik hat und in Dülken das St. Cornelius Seniorenhaus betreibt. So können wir schon während der Ausbildung die Fachkräfte sehr eng begleiten und sind schon im Laufe der Lernphase an einer Bindung ans Haus und einer späteren Übernahme interessiert“, sagt Geschäftsführer Kim-Holger Kreft.

Erfolgreiche ausbildung

Hatice Yildirim kann das nur bestätigen. Während ihrer Ausbildung war sie auf verschiedenen Stationen im ganzen Haus im Einsatz. Mittlerweile ist sie fest angestellt und arbeitet auf der kardiologischen Station. „Wenn das Team stimmt, dann stimmt alles“, sagt sie überzeugt.