kunst

Ausstellung des BBK Niederrhein in der Burg Brüggen

Ausstellung des bbk niederrhein in der burg brüggen

Im Zwei-Jahres-Turnus wird in der Burg Brüggen eine ausstellung des Bundesverbands Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK) gezeigt. Die Themen variieren. Zur diesjährigen ausstellung waren alle Mitglieder des BBK Niederrhein eingeladen, sich mit Bildern, Fotografien oder Wandobjekten zum Thema "Wendungen" zu bewerben. Wendungen konnten dabei politisch, ortsbezogen oder auch metaphysisch aufgefasst und dargestellt werden. Die eingereichten Arbeiten wurden von den Vorstandsmitgliedern des Verbandes juriert. Organisiert wurde die diesjährige ausstellung von Ingrid Filipczyk aus Kempen. Am Sonntag, 19. Oktober wurde sie eröffnet. Bis zum 11. Januar 2026 werden die Arbeiten von sieben Mitgliedern des BBK gezeigt.

Über den bundesverband bildender künstlerinnen und künstler

Über den bundesverband bildender künstlerinnen und künstler

Der Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK) Niederrhein bildet mit acht weiteren Regionalverbänden den Landesverband NRW mit Sitz in Köln. Die 14 Landesverbände sind zum Bundesverband zusammengeschlossen, der seinen Sitz in Bonn und Berlin hat. Der BBK Niederrhein umfasst den linken Niederrhein mit den Stadtgebieten Krefeld und Mönchengladbach und den Kreisen Heinsberg, Neuss, Viersen, Wesel und Kleve. Der BBK Niederrhein vertritt die Künstlerinnen und Künstler in Gremien, wie im "Kunstbeirat der Stadt Krefeld" oder im Arbeitskreis Regionalkultur des "Kulturraums Niederrhein". Ebenso entsendet der Verband Vertretende in Ausstellungsjurys für kommunale Projekte. Darüber hinaus setzt sich der Verband für Ausstellungen der Mitglieder am Niederrhein ein und knüpft Verbindungen zu anderen Bezirks- und Landesverbänden des BBK.

Britta van aalst

Britta van Aalst setzt sich mit dem Thema "Kosmische Energie" auseinander und damit, wie uns naturwissenschaftliche Elemente in unserem täglichen Leben, in zwischenmenschlichen Beziehungen oder philosophisch beeinflussen. In Mixed Media Technik untersucht sie, wie sich augenscheinliche Dinge bei näherer Betrachtung oft ganz anders darstellen. Dahinter steckt die Frage, wie real die Realität ist. Drei der ausgestellten Arbeiten in der Burg stammen von ihr.

Marina lörwald

Marina Lörwald beschäftigt sich in ihren Bildern seit Jahren mit Objekten, die in ihrem Umfeld als unschön, hässlich oder als Müll oder Schrott wahrgenommen werden und zu denen es keine positiven Assoziationen gibt. In ihrer Arbeit gibt sie den Dingen, die eine durchaus wichtige Rolle spielen oder spielten, eine neue, "schöne" Ästhetik. Diese Wendungen finden sich an Orten, die ursprünglich nur von Hafen- oder Stahlarbeitern begehbar waren, heute aber als Kulturgut verstanden werden. Auch von ihr finden sich drei Arbeiten in der ausstellung.

Michaela lawtoo

Michaela Lawtoos Werke erkunden das "Dazwischen" – zwischen Innen und Außen, Licht und Dunkelheit, Sichtbarem und Fühlbarem – und verleihen diesem oft ungreifbaren Raum eine sinnlich erfahrbare Form. Die Serie "Wired – Vernetzt, Verdrahtet, Verkabelt" suggeriert eine Verbindung zum Internet, aber der Ursprung des Begriffs (von lateinisch vire, plattieren oder weben) weist auf eine manuelle, künstlerische Tätigkeit hin. Wired nimmt das Material des Schreibens als Ausgangspunkt, um menschliche Figuren zu skizzieren, die nicht digital und mit dem Netz verbunden sind, sondern materiell miteinander und mit der Erde verbunden sind. Als Teil einer Serie, die den bewegenden Akt des Gestaltens der Umrisse menschlicher und nicht menschlicher Figuren einfängt, stellen diese Exponate die antike Faszination für den ästhetischen Akt des Verdrahtens oder Webens selbst wieder her.

Caro kather

Caro Kather arbeitet mit fließendem Medium auf Leinwand und gestaltet abstrakte Kompositionen. Durch das bewusste Wegnehmen von Farbe und das Übermalen zuvor gesetzter Strukturen unterbricht sie den linearen Verlauf ihrer eigenen gestalterischen Erwartung. Diese gezielten Eingriffe erzeugen überraschende Wendungen und verschieben den Fokus innerhalb des Bildraums. So entsteht ein vielschichtiger Dialog zwischen Intuition, Kontrolle und dem Zufall im kreativen Prozess. Vier der ausgestellten Arbeiten sind von Kather.

Bart elfrink

In den letzten Jahren haben viele Änderungen stattgefunden. Die von Bart Elfrink wahrgenommene verlorene Menschlichkeit hat den Künstler sehr beunruhigt. Von 2008 bis heute malt er im Rahmen des Projektes "Verdwijnende Gemeenschap" (Verschwundene Gemeinschaft). Die Gemälde sind mit Ei-Tempera gemalt, nur zwei Pigmente wurden verwendet: Rote Erde und verkohltes Holz.

Inda von retem

Die Arbeit "Neues Deutschland" entstand in der Zeit der politischen Wende. Es ist ein Wendebild in doppelter Hinsicht: Hoch- oder Querformat, dessen Kernstück die Wende einer ehemaligen Treppe ist. Die Fotografie zeigt einen Biedermeierstuhl, auf welchem gerne gesessen wurde. Mit circa 3000 Reißzwecken bestückt, deren Spitzen nach außen gewendet wurden, wandelt er sich zu einem Stuhl, auf dem niemand mehr sitzen will.

Christina stavrou

Christina Stavrous‘ Arbeiten thematisieren den natürlichen Prozess des Fließens, des Entstehens, der Zerstreuung und die Auflösung ins Nichts. Durch Manipulation kann sich ein Material drehen, verschieben und kreisen, spiralförmig im Rhythmus eines rotierenden Kerns, eines Gedankens, der nie abgeschlossen ist, sondern im Zustand des seins verbleibt. Während diese Formen der Form folgen, drehen sie sich wirbelnd und erzeugen so die physische Manifestation einer Kurve, einer Drehung, die ihre materialistische Form umreißt.