Benjamin Netanjahu entlässt Nationalen Sicherheitsberater Zachi Hanegbi
Entlassung des sicherheitsberaters
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat seinen Nationalen Sicherheitsberater Zachi Hanegbi mit sofortiger Wirkung entlassen. Hanegbi war seit 2023 in dieser Position und zuvor Knesset-Abgeordneter für Netanjahus Partei Likud.
Stellungnahme von hanegbi
Hanegbi erklärte in einer Stellungnahme, dass Netanjahu ihm mitgeteilt habe, dass er beabsichtige, einen neuen Chef des Nationalen Sicherheitsrates zu ernennen. Seine Amtszeit ende damit unmittelbar.
Dank und wünsche
Netanjahus Büro dankte Hanegbi für seinen Dienst und wünschte ihm viel Erfolg für seinen weiteren Weg. Einen Grund für die Entscheidung nannte Netanjahu zunächst nicht.
Kritik an hanegbi
Israelische Medien berichteten, dass Hanegbi im März die Wiederaufnahme der Bodenoffensive im Gazastreifen abgelehnt habe und im September den Versuch, Führungsmitglieder der Hamas mit einem Luftangriff in Katar zu töten, unterstützt habe.
Vorgeschichte der entlassungen
Seit Beginn des Krieges im Gazastreifen hat Israels Regierungschef bereits den Verteidigungsminister Joav Gallant und den Chef des Inlandsgeheimdienstes Schin Bet, Ronen Bar, entlassen.
Forderung nach untersuchung
Hanegbi forderte in einem Schreiben, dass das fatale Versagen der Sicherheitskräfte am 7. Oktober 2023 gründlich untersucht werden müsse. An diesem Tag griff die islamistische Palästinenserorganisation Hamas und ihre Verbündeten großflächig israelisches Staatsgebiet an, töteten mehr als 1200 Menschen und verschleppten 251 Menschen als Geiseln in den Gazastreifen.
Untersuchungsausschuss gefordert
Hanegbi räumte seine eigene Verantwortung für das Versagen ein und forderte, dass dieses Versagen zwei Jahre nach dem Überfall gründlich untersucht werden müsse. Die israelische Regierung hat bislang keine Untersuchungskommission eingesetzt.