Bundeskanzler Merz verteidigt umstrittene Äußerung
Rassismus-debatte nach merz' Äußerung
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat sich erneut zu seiner umstrittenen Äußerung geäußert, die eine Rassismus-Debatte ausgelöst hat. Die Äußerung fiel am 14. Oktober bei einer Pressekonferenz in Potsdam. Merz sprach über die Strategie gegen die AfD und die CDU-Pläne zur Migrationspolitik. Er sagte, man sei 'schon weit gekommen', aber es gebe 'immer noch dieses Problem' im Stadtbild. Auf die Frage, was er damit gemeint habe, erklärte er später: 'Fragen Sie mal ihre Töchter.' An diesem Donnerstag präzisierte er: Migranten ohne Aufenthaltsrecht und Arbeit, die sich nicht an die Regeln hierzulande halten, habe er gemeint.
Kritik und proteste
Kritiker aus Opposition und Bevölkerung scheint das kaum zu beschwichtigen. Innerhalb kürzester Zeit haben knapp 200.000 Menschen eine Onlinepetition mit dem Titel 'Wir sind die Töchter und das ist unsere Antwort, Friedrich Merz!' unterzeichnet. In diversen deutschen Städten wollen Menschen ihren Unmut auf die Straße bringen.
Demonstrationen in berlin und nordrhein-westfalen
Eine Demonstration in Berlin mit mehreren Tausend Menschen hat am Sonntag den Anfang gemacht. In Nordrhein-Westfalen starten an diesem Donnerstag die ersten Protestaktionen. Ab 17 Uhr gibt es in Köln am Alter Markt eine Versammlung unter dem Motto 'Wir sind die Töchter. Merz spricht nicht für uns. Für ein feministisches und buntes Stadtbild Kölns'. In Münster hat das Bündnis 'Keinen Meter den Nazis' für Donnerstag eine Versammlung mit 500 Personen angemeldet.
Weitere protestaktionen
Am Freitag gibt es Protestaktionen in Bielefeld und Meinerzhagen. In Bielefeld versammeln sich Menschen ab 17 Uhr am Hauptbahnhof, in Meinerzhagen ist eine Mahnwache ab 13 Uhr vor der Stadthalle geplant. Am Samstag gibt es größere Aktionen in Leverkusen, Siegburg, Herne, Gelsenkirchen und Essen. In Essen versammeln sich Menschen ab 14 Uhr an der Marktkirche in der Stadtmitte.
Motto der demonstrationen
Die Demonstrationen tragen das Motto 'Wir sind das Stadtbild – Rassismus ausMERZen'. In der Landeshauptstadt Düsseldorf ist bisher keine Demo geplant.
Zusammenfassung
Die Äußerungen von Bundeskanzler Friedrich Merz haben zu einer breiten Kritik und Protesten geführt. In vielen deutschen Städten werden Demonstrationen stattfinden, um gegen die umstrittenen Äußerungen zu protestieren.