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Ukraine: Starmer will Land vor Winter stärken

Britischer premierminister keir starmer

Der britische Premierminister Keir Starmer will die Ukraine vor dem Winter in eine starke Position bringen. Beim Treffen der sogenannten Koalition der Willigen in London versuchte er, die nur schleppend vorankommenden Bemühungen der Unterstützer Kiews in Schwung zu bringen.

Ukrainischer präsident wolodymyr selenskyj

Ukrainischer präsident wolodymyr selenskyj

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj war mit halbleeren Händen vom EU-Gipfel aus Brüssel nach London gereist. Die EU-Staaten konnten sich zunächst nicht auf eine Nutzung des eingefrorenen russischen Vermögens einigen. Eine Entscheidung darüber soll kurz vor Weihnachten fallen, wie EU-Ratspräsident António Costa mitteilte.

Fortschritte bei der unterstützung der ukraine

Fortschritte bei der unterstützung der ukraine

Die EU-Staaten hätten diesbezüglich „einen sehr wichtigen Schritt nach vorne gemacht“, lobte Starmer bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Selenskyj, Nato-Generalsekretär Mark Rutte, Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen und dem niederländischen Regierungschef Dick Schoof. Diese Fortschritte müssten nun „innerhalb eines kurzen Zeitrahmens Früchte tragen“, sagte er.

Plan zur unterstützung der ukraine

Plan zur unterstützung der ukraine

Bei der Sitzung habe man sich auf einen klaren Plan geeinigt, um die Ukraine durch einen erwarteten schweren Winter zu bringen. Dazu gehöre unter anderem, russisches Öl und Gas von den globalen Märkten zu verbannen, mehr Waffen mit großer Reichweite bereitzustellen und den Weg für die Nutzung russischer Vermögenswerte zur Verteidigung der Ukraine freizumachen.

Druck auf russland erhöhen

Gemeinsam mit den USA müsse man „mehr denn je“ den Druck auf den russischen Präsidenten Wladimir Putin zu erhöhen, sagte der britische Premier nach dem Treffen im britischen Außenministerium. Nur so könne man Putin umstimmen und ihn zurück an den Verhandlungstisch bringen.

Sanktionen gegen russische Ölsektoren

Die USA hatten kürzlich erstmals unter der Regierung von US-Präsident Donald Trump neue Sanktionen gegen russische Ölfirmen verhängt. Zudem war ein angedachtes Treffen zwischen Trump und Putin in Budapest verworfen worden.

Ukrainischer bedarf an haushaltshilfen

Der Internationale Währungsfonds (IWF) schätzt den Bedarf an Haushaltshilfen für das Funktionieren des Staates 2026 und 2027 auf 60 Milliarden US-Dollar (52 Mrd. Euro). Hinzu kämen vermutlich mindestens 80 Milliarden Euro für Waffen und Munition für den Abwehrkampf gegen Russland.

Selenskyj drängt auf weitere sanktionen

Der ukrainische Präsident drängte nach Verhängung der US-amerikanischen und britischen Sanktionen gegen die russischen Erdölriesen Rosneft und Lukoil auf eine Ausweitung der Strafmaßnahmen. Strafmaßnahmen sollten zudem auch Russlands Erdölterminals und die Tanker der russischen „Schattenflotte“ betreffen.

Lieferung weitreichender waffen

Selenskyj erneuerte die Bitte an die Verbündeten nach einer Lieferung weitreichender Waffen. „Weitreichende Fähigkeiten (der Ukraine) stärken die Diplomatie“, sagte der Staatschef. Je mehr Verluste Russland auf seinem eigenen Staatsgebiet erleide, umso eher sei Kremlchef Wladimir Putin zu „sinnvoller Diplomatie“ bereit.