USA greifen erneut mutmaßliches Drogenboot in der Karibik an
Angriff am 24. oktober 2025
Die USA haben nach eigenen Angaben am 24. Oktober 2025 erneut ein Boot mutmaßlicher Drogenschmuggler in der Karibik angegriffen und sechs Menschen getötet. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth schrieb am Freitag im Onlinedienst X, der nächtliche angriff auf Anweisung von Präsident Donald Trump habe der aus Venezuela stammenden Drogenbande Tren de Aragua gegolten.
Tren de aragua
Die USA hatten die Gruppe nach Trumps Amtsantritt zur „Terrororganisation“ erklärt. Hegseth veröffentlichte auf X ein Video, das ein Boot durch ein Zielfernrohr zeigt. Das Schiff wird getroffen und eine Rauchsäule steigt auf.
Verteidigung und kritik
Die USA würden alle Drogenschmuggler weiter „wie Al-Kaida behandeln“, betonte der Verteidigungsminister unter Anspielung auf das islamistische Terrornetzwerk und den „Krieg gegen den Terror“ nach den Anschlägen vom 11. September 2001.
Reaktionen
Trump bestätigte den angriff und betonte, dass die Zahl der US-Angriffe in der Karibik und im Ostpazifik auf zehn gestiegen sei. Mindestens 43 Menschen wurden bisher getötet. Trumps Regierung wirft Venezuela vor, den Drogenschmuggel in die USA aktiv zu fördern und damit die Sicherheit der Vereinigten Staaten und ihrer Bürger zu gefährden. Venezuela spricht dagegen von illegalen „Hinrichtungen“.
Kritik aus dem un-menschenrechtsbüro
Völkerrechtler zweifeln die Rechtmäßigkeit des US-Vorgehens an. „Nach internationalem Menschenrecht ist die vorsätzliche Anwendung tödlicher Gewalt nur als letztes Mittel gegen eine Person zulässig, von der eine unmittelbare Lebensgefahr ausgeht“, erklärte die Sprecherin des UN-Menschenrechtsbüros, Marta Hurtado Gomez.
Erster angriff im pazifik
Das US-Militär griff erstmals mutmaßlich ein Drogenschiff im Pazifik an. Hegseth sandte eine eindeutige Botschaft: „Zu Tage oder zur Nacht, wir werden eure Netzwerke orten, eure Leute aufspüren, euch jagen und töten.“