Verkehrsbehinderungen auf der A12: Erdloch sorgt für Staus
Erdloch auf der a12
Pendler und Ausflügler müssen an diesem Wochenende vor allem bei der Rückreise aus den Niederlanden mit Staus und Verkehrsbehinderungen rechnen. Die niederländische Verkehrsbehörde Rijkswaterstaat hat am Donnerstag am Autobahnkreuz Velperbroek die A12 in Richtung Emmerich aus Sicherheitsgründen gesperrt. Grund ist ein Erdloch, das sich in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag während Bauarbeiten aufgetan hat.
Größe und lage des erdlochs
Nach Angaben von Rijkswaterstaat ist das Loch etwa einen mal einen Meter groß und zwei Meter tief. Es wurde im Mittelstreifen des Damms der A12 zwischen dem Autobahnkreuz Velperbroek und den IJsselbrücken bei Arnheim entdeckt.
Verkehrsbehinderungen
Der gesamte Verkehr Richtung Deutschland wird über das Autobahnkreuz Velperbroek auf die Parallelfahrbahn über die IJssel umgeleitet. Eine Spur Richtung Utrecht ist frei. Verkehr aus Richtung De Liemers oder Deutschland kann in Richtung Autobahnkreuz Velperbroek abfahren. Diese Situation wird voraussichtlich bis mindestens bis Sonntag andauern.
Bauarbeiten und ursache
Die genaue Ursache für das Loch im Mittelstreifen der A12 ist noch unbekannt. Kamerainspektionen haben ergeben, dass sich das Loch im Mittelstreifen auch unter der Fahrbahn befindet. Rijkswaterstaat arbeitet daran, den Asphalt zu entfernen, um das Loch unter der Autobahn freizulegen und so die genaue Ursache zu ermitteln. Dies müsse besonders sorgfältig erfolgen, um weitere Schäden am Damm und somit eine Verschärfung der Probleme zu vermeiden.
Rijkswaterstaat
Die Behörde Rijkswaterstaat (RWS) ist eine Behörde in den Niederlanden, die für Bau und Unterhalt von Straßen und Wasserwegen zuständig ist. Auch die Bauabnahme von großen Eisenbahnprojekten wie der Betuweroute fällt in ihren Aufgabenbereich. Die Gründung der Behörde Anfang des 18. Jahrhunderts hängt zusammen mit dem Bau des Pannerdens-Kanal, um seine Unterhaltung zu organisieren und die vertraglich festgelegte Aufteilung in Waal und Nederrijn wasserwirtschaftlich zu kontrollieren.
Zukünftige bauarbeiten
Ungeachtet dessen sind die Bauarbeiten auf der A12 zwischen dem Autobahnkreuz Zevenaar und dem Autobahnkreuz Velperbroek fortgesetzt worden. Die vorgenommenen Sperrungen der A12 in Richtung Arnheim/Utrecht und den Zufahrten zu den Autobahnkreuzen Zevenaar, Duiven und Westervoort standen nicht im Zusammenhang mit dem Erdloch. Allerdings konnten aufgrund des Sturms in der Nacht nicht alle Arbeiten wie geplant durchgeführt werden. Daher werden die Arbeiten an der A12 nächste Woche eine weitere Nacht lang andauern. An welchem Tag ist noch nicht bekannt. Ursprünglich war geplant, dass der Verkehr ab Freitag wieder normal rollen kann.
A12 zur stau-strecke
Die A12 wird wie berichtet ab dem kommenden Jahr ohnehin zur Stau-Strecke. Das hängt mit der geplanten Verlängerung der A15 von Bemmel nach Zevenaar zusammen –einem der wichtigsten Verkehrsprojekte in der Region. Tausende Niederländer fahren tagtäglich zwischen Nimwegen und der Region Achterhoek und viele nutzen dafür die B220 und die B9 zwischen Emmerich und Kleve als Abkürzung. Wenn das neue Autobahnteilstück in Betrieb geht, sollte auch der Kreis Kleve eine deutliche Entlastung spüren.
Bauprojekt
Der Startschuss der Arbeiten fällt im dritten Quartal 2026. Dann wird zuerst die A12 bei Duiven verbreitert, damit hier zukünftig der Verkehr besser fließen kann. Diese Arbeiten sollen nach einem Jahr fertig sein. Im dritten Quartal 2027 gibt es hier dann eine zusätzliche Spur. Bis es allerdings so weit ist, werden schon zu Beginn des kommenden Jahres 2026 vorbereitende Arbeiten durchgeführt, die zu einer Einengung der A12 führen werden. Das bedeutet: Holland-Fahrer müssen im Bereich zwischen Zevenaar und Arnheim mit erheblichen Beeinträchtigungen rechnen. Und das für eine lange Zeit: Denn die Arbeitsfahrzeuge bekommen eine eigene Spur auf der A12. Die Planer gehen davon aus, dass bis zum Ende des gesamten Bauprojektes im Jahr 2030 die A12 zur Staustrecke wird.