Duisburg im Frauenfußball: MSV und Tusa kämpfen um die Spitze

Historische bedeutung

Duisburg spielte einst eine große Rolle im Frauenfußball. Der FCR Duisburg schrieb Geschichte mit dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft, drei deutschen Pokalsiegen und dem Triumph im Uefa Women’s Cup. Der letzte dieser Erfolge liegt rund 15 Jahre zurück. Der FCR gibt es nicht mehr, er schloss sich dem MSV an. Nach finanziellen Problemen halten sie die Fahnen der Stadt in der viertklassigen Niederrheinliga hoch.

Tabellenführung nach sieben spieltagen

Tabellenführung nach sieben spieltagen

Nach sieben Spieltagen führen die „Zebras“ des MSV die Tabelle verlustpunktfrei an. Dies erfreut auch die Konkurrenz. Svante Rasmus, Trainer von Tusa, sagt: „Wenn man einen Blick auf die Historie des Frauenfußballs wirft, dann hat Duisburg doch nichts in der Niederrheinliga verloren. Insofern finde ich es gut, dass man dort offensichtlich versucht, wieder nach oben zu kommen.“

Tusa als verfolger

Tusa als verfolger

Tusa hat sich mit sechs Siegen aus sieben Spielen die Rolle des ersten Verfolgers erarbeitet und darf am Sonntag den MSV zum Gipfeltreffen an der Fleher Straße begrüßen. Rasmus betont: „Die Mädels freuen sich extrem auf dieses Spiel. Bei uns überwiegt ganz klar die Vorfreude und nicht die Angst.“

Qualität des msv

Qualität des msv

Die Zahlen des MSV sind beeindruckend. Ein Torverhältnis von 38:2 belegt, dass Duisburg mit etlichen Spielerinnen, die bereits Erfahrung in der ersten und zweiten Bundesliga sammeln durften, in der Niederrheinliga eine Klasse für sich ist. Svante Rasmus ist dennoch selbstbewusst: „Bei aller Qualität des MSV glaube ich nicht daran, dass sie eine perfekte Saison spielen werden. Und warum sollten wir nicht diejenigen sein, die sie zuerst ins Stolpern bringen.“

Spitzenspiel gegen den favoriten

Spitzenspiel gegen den favoriten

Tusa benötigt am Sonntag einen „Sahnetag“, um das Kräftemessen mit dem haushohen Aufstiegsfavoriten zu bestreiten. Rasmus sieht seine Mannschaft zu Höchstleistungen im Stande: „Auch wenn unser zweiter Tabellenplatz weiterhin nur eine Momentaufnahme ist, sind unsere Resultate kein Zufall. Wir stellen hinter Duisburg die zweitbeste Abwehr und den zweitbesten Angriff der Liga.“

Mannschaftliche geschlossenheit

Die Stabilität, mit der Tusa bislang überzeugt, basiert auf mannschaftlicher Geschlossenheit. Rasmus freut sich: „Wir haben nach einer nicht so gut verlaufenen Vorbereitung ein paar Dinge umgestellt. Die Mädels ziehen super mit und präsentieren sich als Einheit.“

Zuschauererwartung

Tusa-Trainer Rasmus hofft, dass das Kräftemessen der aktuell besten Teams auch ein paar Zuschauer mehr als gewöhnlich anlockt. Verdient hätten es die Spielerinnen um Spielführerin Sanae Zouggagh allemal.