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Ex-Eishockeyspieler Marvin Tepper zu sechs Jahren Haft verurteilt

Ex-eishockeyspieler marvin tepper zu sechs jahren haft verurteilt

Ex-eishockeyspieler marvin tepper zu sechs jahren haft verurteilt

Der frühere eishockey-Profi Marvin Tepper ist vom Landgericht Dresden wegen "banden- und gewerbsmäßigen Betrugs in vier Fällen" und in zwei Fällen des Versuches zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von sechs Jahren und drei Monaten verurteilt worden. Das teilte Gerichtssprecherin Corinna Michaelis (64) der "Bild" mit.

Bereits im Frühjahr war Tepper vom Amtsgericht in Waren an der Müritz (Mecklenburg-Vorpommern) zu 29 Monaten ohne Bewährung verurteilt worden. Dieses Urteil floss in die neuerliche Haftstrafe ein. Der inzwischen 39-Jährige war im April 2024 sowie November 2024 an mehreren Trickbetrügen an Senioren in Neustrelitz, Neustadt, Schneeberg sowie Glaubitz beteiligt gewesen. Bereits bei seiner Verhaftung hatte sich Tepper geständig gezeigt, daraufhin wurde gegen ihn wegen "gewerbsmäßigen Betrugs und Computerbetrugs im schweren Fall" ermittelt.

Tepper, der als Nachwuchsspieler für Deutschland auch an der U20-WM teilgenommen hatte, war in 80 DEL- sowie drei Play-off-Spielen für die Pinguine aktiv. Zudem spielte er im Laufe seiner DEL-Karriere auch bei den Eisbären Berlin und den Iserlohn Roosters, in der DEL 2 lief er für Bremerhaven, Ravensburg, Weißenfels, Bietigheim, Dresden und Crimmitschau auf, spielte danach noch in Duisburg, Halle und beim ECC Preussen Berlin. Nach dem Ende seiner Karriere geriet er aber auf die schiefe Bahn, sein Strafregister hat es in sich.

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Nach Karrieerende geriet Tepper auf die schiefe Bahn

Tepper, der angab, zum Zeitpunkt der Straftat "sehr auf Geld fixiert" gewesen zu sein und daher "alles andere ausgeblendet habe", war von bisher unbekannten Komplizen angeheuert worden. Gemeinsam mit der Bande gab sich der Ex-Profi in Telefonaten als Polizist aus, der Senioren vor angeblichen Dieben in der Umgebung warnte. Ein klassischer Trickbetrug. Tepper hatte laut Ermittlungsakte die Aufgabe, als angeblicher Zivil-Polizist Geld bei Senioren "einzusammeln". Insgesamt beläuft sich die Beute in allen Fällen auf etwa 125.000 Euro.

Schon als Profi war Tepper immer wieder angeeckt

Im Rahmen einer Fahndung war Tepper im Frühjahr in Oranienburg gefasst worden. Die Beute hatte er bei sich, in seiner Wohnung sollen darüber hinaus weitere Wertsachen aus anderen Straftaten sichergestellt worden sein. Schon zu seiner aktiven Zeit als eishockey-Profi war Tepper immer wieder angeeckt. Im Jahr 2013 war er bei den Dresdner Eislöwen rausgeworfen worden. Sein damaliger Trainer: der aktuelle Pinguine-Coach Thomas Popiesch. Der hatte damals vielsagend erklärt: "Mit seinem Auftreten hat sich Marvin zuletzt nicht zu 100 Prozent in den Dienst der Mannschaft gestellt und damit gegen eine Grundvoraussetzung unseres Teams verstoßen."

Nun hat der 39-Jährige erst einmal genug Gelegenheit, in Ruhe über seine eigene Zukunft nachdenken zu können.