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Fortuna-Fans zeigen beeindruckende Reisefreude trotz schwieriger Zeiten

Reisefreude der fans

Die Reisefreude der Fans war in den vergangenen Wochen und Monaten durchaus beachtlich. Vor allem, weil Zweitligist Fortuna schon vor längerer Zeit damit aufgehört hatte, begeisternden Fußball zu spielen. Trotzdem füllten ihre Anhänger die Gästeblöcke der fünf Stadien, in denen die Düsseldorfer seit Sommer zu Gast waren, stets bis auf den letzten Platz.

Auswärtsspiele und ergebnisse

Auswärtsspiele und ergebnisse

Zwei Dinge waren sicherlich zur Wahrheit dazugehörten: Erstens mussten sie die nordrhein-westfälische Landesgrenze bisher nur vor der Erstrunden-Partie im DFB-Pokal beim 1. FC Schweinfurt 05 passieren, und zweitens stimmten auswärts in der Regel zumindest noch die Ergebnisse.

Erste leere plätze im fortuna-block

Erste leere plätze im fortuna-block

Am Samstagabend blieben im Fortuna-Block erstmals einige Plätze frei – und das, obwohl sich die Rheinländer auch zum Auswärtsspiel gegen Hertha BSC mit einer stattlichen Anzahl an Schlachtenbummlern aufgemacht hatten. Etwas mehr als 4000 Fans begleiteten die Truppe von Markus Anfang, dem neuen Trainer, in die Bundeshauptstadt, in der vergangenen Saison waren es nur ungefähr die Hälfte.

Erste niederlage unter markus anfang

Erste niederlage unter markus anfang

All jene Fortunen, die den Weg nach Berlin auf sich genommen hatten, fuhren aber geknickt wieder heim: Durch ein Last-Minute-Tor von Maurice Krattenmacher setzte es eine bittere 0:1-Niederlage. Cedric Itten hatte es wegen seiner gegen Eintracht Braunschweig (1:2) erlittenen Beckenprellung nicht ins Aufgebot für die Partie an der Spree geschafft.

Personelle Änderungen

Personelle Änderungen

Den Mittelstürmer ersetzte aber nicht etwa Zan Celar, sondern Danny Schmidt, der nach seiner Einwechslung vor einer Woche einen ordentlichen Eindruck hinterlassen hatte. Die zweite personelle Änderung war hingegen weniger unerwartet: Christian Rasmussen rutschte anstelle von Luca Raimund in die Anfangsformation. Zumindest etwas überraschend mutete dafür die Tatsache an, dass sowohl Jesper Daland als auch Tim Breithaupt, die den Nachweis ihrer Qualitäten bislang auf erschreckende Art und Weise schuldig geblieben waren, schon wieder beginnen durften.

Besuch der fankurve

Besuch der fankurve

Ehe Fortuna ihr Aufwärmprogramm eine Viertelstunde vor dem Anpfiff beendete, stattete die gesamte Mannschaft der Fankurve einen kurzen Besuch ab, anders als üblich, und ließ sich vom Vorsänger der Ultras heißmachen. Mit der gewünschten Wirkung: Die Anfang-Truppe zeigte vom Start weg ein ganz anderes Gesicht als in der jüngeren Vergangenheit, war präsent, griffig und energisch.

Dominanz in der ersten hälfte

Dominanz in der ersten hälfte

Angeführt vom starken Rasmussen dominierte sie die erste Hälfte und hätte nach einer halben Stunde schon haushoch in Führung liegen müssen. Den großen Vorwurf, dass dem nicht so war, mussten sich die Düsseldorfer gefallen lassen.

Chancen und fehler

Fast im Minutentakt kreierte Fortuna zwischenzeitlich beste Gelegenheiten, ließ aber alle liegen, mal mehr, mal weniger sträflich. Und immer wieder war eben Rasmussen beteiligt: Zunächst setzte der Däne einen Schuss mit seinem schwächeren rechten Fuß meterweit am Tor vorbei, dann bekam Tim Oberdorf eine seiner Flanken nicht an Hertha-Keeper Tjark Ernst vorbei – und auch ein ansehnlicher Schlenzer aus halblinker Position strich am Kasten der Berliner vorbei.

Zweite hälfte und niederlage

Nach dem Seitenwechsel ließ der Offensivdrang jedoch nach. Es entwickelte sich eine sehr zähe Partie, und plötzlich lagen die Berliner eigentlich schon in Führung. Jon Thorsteinsson säbelte wenige Meter vor dem Tor der Düsseldorfer aber völlig am Ball vorbei, sodass Keeper Florian Kastenmeier die Kugel im letzten Moment noch zu fassen bekam. Hertha wurde stetig gefährlicher – und Fortuna immer anfälliger. So sehr, dass sie fast schon um den Gegentreffer bettelte. Er fiel erst ganz spät in der sechsten Minute der Nachspielzeit durch Krattenmacher, aber er fiel.