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Jens Castrop erhält Rote Karte nach Foul an Luis Diaz

Jens castrop ahnte, was ihm blühen würde

Jens Castrop ahnte, was ihm blühen würde: „Ist Rot“, sagte er auf dem Feld zu Rocco Reitz, das war auf den TV-Bildern nach dem Spiel deutlich an Castrops Lippen abzulesen.

Während sich Schiedsrichter Sascha Stegemann am Rand des Feldes noch mehrere Male das Foul des Gladbachers an Luis Diaz ansah, stellte sich Castrop bereits darauf ein, gleich zurück in die Kabine verschwinden zu müssen.

Stegemann verkündete nach mehreren Minuten schließlich per Durchsage seine Entscheidung: „Überprüft wurde ein möglicher Platzverweis. Nach Ansicht der Bilder sieht ein gesundheitsgefährdendes Einsteigen vor. Deshalb lautet die finale Entscheidung: Platzverweis.“

Castrop verschwand nach 19 Minuten ohne großen Protest in der Kabine, bei einer Grätsche war er wie der Bus der Bayern vor dem Spiel eindeutig zu spät gekommen – eine Rote Karte, bei der Stegemann keine andere Wahl blieb.

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Zuvor hatte Castrop bereits drei Zweikämpfe mit dem nötigen Biss geführt, beim vierten Duell wurde ihm seine Aggressivität zum Verhängnis.

Trainer Eugen Polanski machte Castrop, der als rechter Flügelverteidiger begann, keinen großen Vorwurf. „Ich habe sehr aktive Zweikämpfe gefordert, vor allem außen. Vielleicht hat es ein bisschen zu wörtlich genommen“, sagte Polanski schmunzelnd.

Ernster fügte Gladbachs Coach an: „Erstens verletzt sich der Spieler nicht, zweitens braucht er zum Glück keine Behandlung. Es ist bestimmt ein Fehler, den Jens begangen hat. So darf er nicht hingehen, dementsprechend ist die Rote Karte berechtigt.“

Polanski nahm in Unterzahl zunächst keinen Wechsel vor, Franck Honorat rückte nach hinten und übernahm Castrops Job.

Polanski: „darauf können wir aufbauen“

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Die Borussen waren fortan in erster Linie mit dem Verteidigen beschäftigt. „Unser Ziel war es, die Bayern nicht gut aussehen zu lassen. Das haben wir lange gut hinbekommen. Wenn man bedenkt, dass wir mit Nachspielzeit fast 80 Minuten in Unterzahl sind, war die Art und Weise so, dass wir darauf aufbauen können“, sagte Polanski.

„Wenn man weiß, wie lange wir in Unterzahl gespielt haben, ist es ein Extra-Lob an die Mannschaft, wie sie heute gewirkt hat. Das ist für die nächsten Spiele extrem wichtig“, so Gladbachs-Trainer.

Viel Zeit bis zum nächsten Spiel, bleibt ihm nicht. Am Dienstag (20.45 Uhr) wartet der Karlsruher SC im DFB-Pokal auf die Borussen.

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Polanski gibt Auskunft über den Stand bei Borussias Langzeitverletzten Tim Kleindienst und Co.

Dort wird Castrop spielberechtigt sein. Durch die Rote Karte wird er allerdings nicht nur das kommende Auswärtsspiel beim FC St. Pauli verpassen, sondern auch das Derby gegen den 1. FC Köln in zwei Wochen.

Zwei bis drei Spiele Sperre winken dem Sommer-Zugang, das DFB-Urteil dürfte zu Beginn der kommenden Woche ausgesprochen werden.