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Markus Anfang ist neuer Trainer von Fortuna

Markus anfang ist neuer trainer von fortuna

Am Montag gab der 51-Jährige zum Amtsantritt seine erste Pressekonferenz beim Zweitligisten. An seiner Seite saß auch Sportvorstand Klaus Allofs. So lief die PK von Anfang ab.

Das sagte klaus allofs über den trainerwechsel:

Das sagte klaus allofs über den trainerwechsel:

Nach den Ereignissen rundum das Spiel gegen Nürnberg hat es von den Verantwortlichen der Fortuna einen intensiven Austausch gegeben. Wir haben eine Analyse vorgenommen, um die Situation zu bewerten. Wir sind zu der Erkenntnis gekommen, dass wir einen enttäuschenden Saisonstart hingelegt haben und mit der Entwicklung unserer Mannschaft und der Art und Weise, wie wir Fußball spielen, dass wir damit nicht zufrieden waren. Wir haben die Entscheidung getroffen, Daniel Thioune und seine beiden Co-Trainer von ihren Aufgaben freizustellen und es für Markus Anfang entschieden. Er wird mit Florian Junge und einem weiteren Co-Trainer diese Aufgabe übernehmen.

.ex-trainer daniel thioune:

Wir haben Daniel die Entscheidung am Sonntag mitgeteilt. Wir sind ihm sehr dankbar für die dreineinhalb Jahre. Es war seine sehr erfolgreiche Zeit – vielleicht nicht mit dem Schritt, den wir gehen wollten. Mit dem Relegationsspiel waren wir dicht dran. Es gab viele Höhepunkte. Man darf nicht vergessen, wie viele Spieler er entwickelt hat, die jetzt bei anderen Vereinen sind. Daniel war vom ersten Tag an ein echter Botschafter für Fortuna Düsseldorf und wie er Fortuna vertreten hat, das hat perfekt gepasst. Deshalb ist es umso bedauerlicher, dass man solch eine Entscheidung treffen muss, wie die Zukunft weitergeht.

.die schwere der trennung von thioune:

Das sind immer schwierige Entscheidungen. Auf der einen Seite ist es eine sportliche Entscheidung, es sind aber auch private und menschliche Entscheidungen. So eine Entscheidung macht bei allen etwas. Wenn man über die Zukunft des Vereins nachdenkt, muss man diese Entscheidungen treffen, auch wenn sie schwerfallen.

Thiounes vorzeitige vertragsverlängerung bis 2028:

Wir haben eigentlich etwas anderes vorgehabt. Ich bin nicht bekannt dafür, viele Trainer entlassen zu haben. Es ist für mich ein hohes Gut, Kontinuität auf der Trainerposition anzustreben. Das kann ein Erfolgsgarant sein. Es darf aber nicht zum Selbstzweck verkommen. Wir hatten vor, idealerweise länger zusammenzuarbeiten. Deswegen war das ein echter Vertrauensbeweis, dass man die Vertragsdauer so gestaltet hat. Zum damaligen Zeitpunkt gab es nur diese Entscheidung, es so zu machen oder gar nicht. Wenn man die wirtschaftlichen Konsequenzen sieht, werden wir nicht damit rechnen müssen, dass Daniel Thioune in den nächsten drei Jahren kein Trainer mehr ist.

.die wahl auf markus anfang:

Wir sind froh, mit Markus jemanden gefunden zu haben, der ein exzellenter Kenner der Zweiten Liga ist und überall bei seinen Vereinen eine klare Handschrift hatte und erfolgreich gearbeitet hat. Wenn man in so einer Situation ist wie wir, dann muss man in Alternativen denken. Diese Alternative passt absolut und damit sind zufrieden, dass wir uns einigen konnten. Wir glauben, dass wir gut gerüstet sind für die nächsten Monate – hoffentlich Jahre.

.die vertragslaufzeit von markus anfang:

Er hat einen Vertrag für anderthalb Jahre.

Das sagte markus anfang über den reiz an fortuna:

Ich bin ein paar Jahre in der Zweiten Liga unterwegs. Man sieht viel große Vereine, Fortuna ist auch ein großer Verein. Dann hat man die Möglichkeit, mit dem Verein und in dem Umfeld zu arbeiten. Das ist für mich eine interessante Aufgabe. Ich habe als Trainer viele Traditionsvereine gehabt, vielleicht ziehe ich das magisch an. Für mich habe ich gesagt: Das ist das Richtige und das will ich machen.

.die bedeutung seiner rückkehr zur fortuna:

Ich müsste lügen, wenn ich sage: Das geht an mir spurlos vorbei. Wenn du hier herkommst und deine ersten Einsätze in der Bundesliga gehabt hast, das ist immer etwas Besonderes. Ich habe immer viel Kontakt hierher gepflegt. Ich komme zu Fortuna zurück – aber in einer anderen Position. Somit bin ich das erste Mal hier. Ich bin hier nicht mehr Spieler, sondern Trainer. Ich habe hier eine andere Aufgabe und muss mich auf andere Themen konzentrieren – und nicht auf mich selbst, sondern darauf, dass wir die Mannschaft weiterentwickeln.

.das saisonziel:

Ich kann nur über die aktuelle Situation sprechen und nicht darüber, was war. Es ist wichtig, dass man die aktuelle Situation in den Vordergrund stellt. Die Zweite Liga ist sehr eng, man weiß, dass jeder jeden schlagen kann. Man muss die Mannschaft stabilisieren und einen Plan mitgeben, wie wir die Spiele gestalten, um dann wieder erfolgreich zu sein. Über übergeordnete Spiele zu sprechen, damit würden wir die aktuelle Situation ignorieren. Das dürfen wir nicht. Wir müssen uns damit auseinandersetzen, was wir haben: Dass man im unteren Mittelfeld der Tabelle steht, viele Gegentore bekommen hat und nicht so viele Tore geschossen hat. Es ist ein Ist-Zustand, den wir nicht außer Acht lassen sollten.

.den ablauf während der länderspielpause:

Es ist wichtig, diesen Übergang zu schaffen, die Jungs kennenzulernen und Trainingseinheiten zu fahren. Wir müssen die Mannschaft kennenlernen und uns miteinander abstimmen. Trotzdem muss man den Jungs die Luft geben, das Ganze zu verarbeiten, was passiert ist. Diese Woche werden wir zur Bewältigung und zum Kennenlernen brauchen, um dann die Inhalte für das nächste Spiel zu Hause gegen Braunschweig zu transportieren. Wenn wir den heutigen Tag hinter uns gebracht haben, dann kommen wir auch ans Arbeiten auf dem Platz. Es ist menschlich, dass die Jungs das verarbeiten müssen. Der eine oder andere muss damit klarkommen, dann müssen wir aber auch anpacken. Es ist Teil des Geschäfts, ich habe es selber oft erlebt in schwierigen Situationen. Das gehört leider dazu.

.die zusammengestellte mannschaft:

Ich kann noch nicht festmachen, woran das liegt. Wir müssen daran arbeiten und schauen, dass wir das gemeinsam mit den Jungs aufarbeiten und die Jungs ihre Leistungsfähigkeit auf den Platz bringen. Was die Kaderzusammenstellung betrifft, haben wir uns das angeschaut, wie viel Potenzial in der Mannschaft ist. Gerade Fortuna hat Potenzial. Wenn du eine neue Mannschaft zusammenstellst und viele neue Spieler dabei hast, hat es etwas mit Integration zu tun. Es ist leichter, wenn man Ergebnisse erzielt. Das müssen wir jetzt erarbeiten. Es war in der Vergangenheit auch nicht alles schlecht.

.seinen spielstil:

Wichtig ist, dass die Jungs rausgehen, um Spiele zu gewinnen und zeigen, dass sie diese Spiele für sich ziehen wollen. Was unseren Fußball betrifft, können wir sehr flexibel sein, ob wir das in einer Drei- oder Viererkette machen, das entscheiden auch die Jungs mit. Wir können beides spielen. Was wir wollen: aktiven Fußball spielen, früh attackieren, viel Ballbesitz haben, viele Torraumszenen kreieren, viele Chancen herausspielen. Manchmal hat man das Ergebnis nicht erzielt, aber man hatte Inhalte auf dem Platz. Wenn man sieht, dass der Inhalt gut ist und man auf dem richtigen Weg ist, dann wird sich das Resultat anpassen. Daran werden wir mit den Jungs arbeiten. Wichtig ist, dass die Jungs wissen, was sie zu tun haben. Da geht es nicht um Systeme, sondern Aufgaben und ihre individuelle Qualität ins Spiel zu bringen.

.die nächsten tage:

Wir werden am Dienstag eine Doppeleinheit machen und kurz anreißen, was wir uns offensiv und defensiv vorstellen. Man hat nicht so viel Zeit, weil wir am Mittwoch ein Wettkampfspiel haben. Wir werden das Spiel gestalten und am darauffolgenden Tag einen Regenerationstag machen und am Freitag nochmal trainieren. Samstag und Sonntag werden wir den Jungs Luft lassen und werden uns montags wieder einfinden, um uns auf das Spiel gegen Braunschweig vorzubereiten.