Mut und Kreativität: Kinder entdecken die Ausstellung in der Mutreiferei
Erstaunliche entdeckungen
Moritz ist gleichermaßen erstaunt wie glücklich beim Anblick des sich drehenden Rades. Unter der Baulampe gehalten, treibt ein kleiner Motor die Achse von Moritz‘ Auto aus bunten Bausteinen an. Ohne seinen Verstand hätte das wohl nicht geklappt.
Mut in allen facetten
In der derzeit laufenden letzten Woche der Herbstferien beschäftigen sich rund 20 Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren mit dem Thema Mut in allen Facetten. Die neu konzipierte und seit August eröffnete ausstellung in der Mutreiferei des Naturguts Ophoven hilft dabei.
Vielseitige definitionen von mut
Mut hat viele Aspekte, Gesichter und Persönlichkeiten. Das scheinen auch die Kinder bereits vor ihren Besuchen in den vergangenen Tagen verinnerlicht zu haben. So erzählt Referentin Loulou von ihren Unterhaltungen mit ihnen: "Mut bedeutet eben nicht nur, von Drei-Meter-Brett zu springen, sondern sich auch ein Herz zu fassen und anderen zu helfen."
Gemeinsame grenzen
Die eigenen Grenzen zu kennen und zu ihnen zu stehen, bedürfe, so sagten ihr die Kinder in so manch Situation ebenfalls Mut.
Kreatives gestalten
Elli, Hevi und Henri puzzeln an einer Station der Mutreiferei gerade das Bild von Leonie Prillwitz zusammen. Kurz gesagt: Sie hat eine wichtige Vorrichtung für die heimischen Waschmaschinen ausgetüftelt: "Unsere Kleidung wird meistens aus Plastik gemacht, und Leonie hat einen Filter erfunden, dass das beim Waschen nicht ins Meer kommt", erläutert die Neunjährige. Prillwitz bewies also "Kopf-Mut".
Emotionale seite des mutes
Die jungen Teilnehmer des Ferienangebots sollen verstehen, dass sie mit ihren Gedanken die Welt verändern können und Informationen stets hinterfragen sollten. Bereits am Dienstag beschäftigten sie sich mit der emotionalen Seite des Mutes – dem "Herz-Mut". Dabei lernten sie unter anderem, verschiedene Emotionen zu deuten.
Unterstützung und kooperation
Fine Haiduck war maßgeblich am Konzept der ausstellung beteiligt. "Die Begeisterung der Kinder, wenn sie selbst entdecken und gestalten, ist der beste Beweis für den Wert solcher Angebote", betont sie. Um die Kosten für die Eltern möglichst gering zu halten, kooperierte das Naturgut mit dem Lions-Club Leverkusen und der Stiftung "Zukunft Jugend Leverkusen" und dem Taxiunternehmen Karaaslan. Das brachte Kinder von weiter weg kostengünstig nach Opladen. Die Unterstützung ermöglichte zehn Kindern mit Fluchthintergrund die Teilhabe.