Laubsauger und Laubbläser: Umwelt- und Gesundheitsrisiken
Einleitung
Wenn das Herbstlaub fällt, sind Laubsauger und Laubbläser wieder im Einsatz. Während einige sie als praktisch empfinden, stöhnen andere über den Lärm, den sie verursachen. Doch die Geräte haben nicht nur akustische, sondern auch Umwelt- und Gesundheitsrisiken.
Umweltbelastungen
Das Amt für Umweltschutz des Rhein-Kreises Neuss warnt vor den negativen Auswirkungen von Laubsaugern und Laubbläsern. Diese Geräte können gesundheitsschädliche Abgase ausstoßen und die Bodenbiologie beeinträchtigen. Sie saugen Kleintiere wie Spinnen und Insekten auf und töten sie dabei.
Gesundheitsrisiken
Der Lärmpegel der Geräte liegt oft über 100 Dezibel, was ungefähr so laut wie ein Presslufthammer ist. Dies kann bei Dauerbelastungen zu Hörschäden führen. Bereits ab einem Lärmpegel von 85 Dezibel können Hörschäden auftreten.
Naturhaushalt
Laubsauger und Laubbläser behindern die Humus- und Nährstoffbildung, da die Blätter und Äste nicht mehr auf dem Boden verrotten. Dies beeinträchtigt die Lebensräume von Kleintieren und schützt den Boden nicht vor Austrocknung und extremer Kälte.
Feinstaubbelastung
Auf Wiesen und Gehwegen werden Mikroben, Pilzsporen, Unrat und Tierkot aufgewirbelt und fein in der Luft verteilt. Auch Feinstaub und Dieselruß werden erneut aufgewirbelt, was die Luftqualität weiter verschlechtert.
Alternative methoden
Die Experten der Kreisverwaltung empfehlen, Laub mit Rechen und Harke zu entfernen und es auf Beete und unter Gehölze zu verteilen. Dies dient als natürlicher Dünger und schützt den Boden.
Laubhaufen als unterschlupf
Laubhaufen bieten Igeln und vielen Insektenarten einen geschützten Platz für den Winterschlaf. Sie halten den Boden feucht und schützen ihn vor Frost, was auch Pflanzen profitieren lässt.
Öffentliche gehwege
Auf öffentlichen Gehwegen müssen Anwohner das Laub entfernen, um die Sicherheit von Passanten zu gewährleisten. Ein Laubbläser ist jedoch nicht zwingend notwendig.