Neuer Vorstand bei den Grünen im Erkelenzer Stadtrat
Neuer vorstand bei den grünen
Wenn sich in wenigen
Tagen der neue Erkelenzer Stadtrat formiert, dann werden auch die Grünen mit einem veränderten Fraktionsvorstand auftreten. Am Montag sind Petra Kanters und Andreas Schuflitz zur neuen Doppelspitze der neunköpfigen Ratsfraktion gewählt worden. Sie folgen auf Beate Schirrmeister-Heinen und Hans-Josef Dederichs an, "die sich aus der Vorstandsarbeit zurückziehen und anderen Aufgaben widmen", teilt die Fraktion mit.Neuer geschäftsführer
Neuer Geschäftsführer der Fraktion ist der Ratsneuling und Umweltwissenschaftler Kristian Kuylaars, der auch Co-Vorsitzender des Ortsverbands ist. Christel Honold-Ziegahn, seit vielen Jahren stellvertretende Bürgermeisterin, soll weiter eine wichtige Rolle spielen.
Grüne als zweitgrößte fraktion
Nach der CDU (21 Sitze) stellen die Grünen die zweitgrößte Fraktion im neuen Stadtrat. Hinter dieser Personalentscheidung, die sich bereits länger angedeutet hat, steht bei den Grünen auch eine neue Ausrichtung: Die Fraktion will künftig stärker die Zusammenarbeit und den Dialog mit den anderen Fraktionen suchen, nachdem es in der vergangenen Ratsperiode regelmäßig zu offenen Reibereien gekommen war.
Dialog und zusammenarbeit
"Mit den Personalentscheidungen setzen die Grünen ein Zeichen und laden ein zum Dialog. Denn im neuen Rat der Stadt erkelenz werden stabile Mehrheiten wichtiger denn je", formuliert es die Fraktion. "Die Tatsache, dass die AfD mit acht Sitzen im neuen Rat vertreten ist, verstehen wir Grüne als Auftrag zum Dialog innerhalb des demokratischen Parteienspektrums", erklärt Petra Kanters, die im Stadtrat als Diplomatin bekannt ist. "Wir setzen uns mit allen demokratischen Kräften im Rat an einen Tisch."
Zukunftsperspektiven
Auch Andreas Schuflitz erklärt: "Es ist an der Zeit, bisherige Grabenkämpfe beizulegen und die bevorstehenden Aufgaben gemeinsam und auf Augenhöhe anzugehen. Was erkelenz jetzt am wenigsten braucht, sind Stillstand und Populismus."
Konstituierende sitzung
Am 5. November kommt der Stadtrat zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen. Spannend wird dort auch die Frage sein, ob und in welcher Konstellation die Fraktionen zusammenarbeiten, um zu verhindern, dass die AfD den Vorsitz eines Ausschusses erhält.