umwelt

Stadt Neuss setzt auf Aufklärung statt Bußgeld

Badeverbot im rhein

Nach der Einführung eines Badeverbots durch die Landeshauptstadt zog die Stadt Neuss nach. Seit diesem Sommer ist es nicht mehr erlaubt, das Wasser tiefer als mit den Knöcheln zu betreten. Die Verordnung wurde in einer Dringlichkeitsentscheidung umgesetzt und soll in der anstehenden Ratssitzung am Freitag, 31. Oktober, genehmigt werden.

Gründe und kosten

Gründe und kosten

Der Auslöser für das Badeverbot war die Urlaubszeit im Sommer. Zudem hätte ein Einberufen des Rats den Zeitpunkt des Wirksamwerdens nach hinten verschoben. Das Badeverbot sollte aber möglichst schnell umgesetzt werden, um Gefahren für Leib und Leben entgegenzuwirken.

Kosten des badeverbots

Kosten des badeverbots

Aus den Unterlagen geht hervor, wie teuer das Badeverbot und die aufklärung für die Stadt waren. Der Austausch der Schilder, die auf die Gefahren des Rheins hinweisen, kostete 7500 Euro, die Veröffentlichung des Badeverbots 250 Euro.

Erste bilanz nach badeverbot

Tatsächlich kamen in Neuss keine Menschen ums Leben, weil sie zum Baden in den Rhein gegangen sind, sagte Feuerwehrsprecher Christian Franke. Auslöser für die Verordnung war eine Reihe an Todesfällen in Düsseldorf. So wurde etwa ein Sechsjähriger abgetrieben und starb.

Kein bußgeld in neuss

Auch das angedrohte Bußgeld der Stadt Neuss in Höhe von bis zu 1000 Euro kam in diesem Jahr nicht zum Einsatz, sagte ein Stadtsprecher auf Anfrage unserer Redaktion. An den wenigen warmen Tagen hätten die Mitarbeiter des Ordnungsamtes vielmehr das Gespräch mit Badenden gesucht, um sie über das Verbot und die Gefahren im Rhein aufzuklären, berichtet der Sprecher.

Zusammenfassung

Stadt Neuss setzt auf aufklärung statt Bußgeld. Trotz des Badeverbots kam es in Neuss zu keinen Todesfällen durch Baden im Rhein. Die Stadt hat sich für eine Aufklärungskampagne entschieden, anstatt Bußgelder zu verhängen.