Ungewöhnliches Bühnenbild und tiefgründige Familienkomödie im Theater an der Kö
Ungewöhnliches bühnenbild
Das Bühnenbild des Stücks 'Dinge, die ich sicher weiß' im Theater an der Kö ist ungewöhnlich. Ein riesiger Baum mit weit verzweigten Ästen dominiert die Szene. Links vier Rosenstöcke, rechts ein Tisch und Stühle. Diese Kulisse dient als Rahmen für die preisgekrönte Familienkomödie.
Autor und inszenierung
Das Stück wurde von dem australischen Bühnen- und Filmautor Andrew Bovell geschrieben. Die Inszenierung in Düsseldorf übernahm Anatol Preissler, der das Stück mit einem Knalleffekt beginnt.
Familie price
Die Familie Price steht im Mittelpunkt der Handlung. Mutter Fran, Vater Gerhard, die zwei Brüder Mark und Ben sowie die zwei Schwestern Pip und Rosie sind die Hauptfiguren. Die Mutter, gespielt von Maria Hartmann, ist eine nicht durchweg sympathische Figur, die kalt und rücksichtslos sein kann.
Rosie und ihre reise
Rosie, dargestellt von Katarina Schmidt, kehrt nach einer enttäuschenden Europareise nach Hause zurück. In einem langen Monolog erzählt sie von ihrem Reinfall und ihrer Sehnsucht nach einem normalen Leben. Ihre Liste 'Dinge, die ich sicher weiß' ist zunächst sehr kurz.
Konflikte und monologe
Die Familie Price ist von Konflikten geprägt. Turbulente Szenen, in denen gestritten, gelacht und geweint wird, wechseln ab mit eindringlichen Monologen. Die Mutter erinnert sich an ihre Jugend und ihre Töchter und Söhne packen aus, was sie umtreibt.
Schlusswort
Das Schlusswort fällt wiederum Rosie zu. Ihre Liste der 'Dinge, die ich sicher weiß' ist deutlich länger geworden. Das Stück zeigt, dass alles, was an Sehnsüchten und Begierden, an Krisen und Kränkungen ausgebreitet wird, in Familien passieren kann.
Premiere und ensemble
Bei der Premiere wurde das exzellente Ensemble für die emotionale Achterbahnfahrt ausgiebig gefeiert. René Heinersdorf hatte den Mut, dieses Stück an sein Haus zu holen, und dafür muss man ihn bewundern.
- Termine und Karten: Tel. 0211-322333, www.theateranderkoe.de