wirtschaft

Mieten in Deutschland: Leichte Steigerungen im dritten Quartal

Mieten steigen nur leicht bundesweit

Die Mieten in deutschland sind im dritten Quartal nur noch leicht gestiegen. Das geht aus dem aktualisierten Greix-Mietpreisindex des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW Kiel) hervor. Das Angebot an Wohnungen bleibt gleichzeitig gering.

Mieten in düsseldorf steigen stärker

Mieten in düsseldorf steigen stärker

Im Vergleich zu anderen Großstädten stiegen die Mietkosten in Düsseldorf stärker, nämlich um 0,7 Prozent. In München, Frankfurt am Main und Köln betrug der Anstieg jeweils 0,5 Prozent, in Stuttgart 0,3 Prozent. Leichte Rückgänge gab es in Hamburg (minus 0,2 Prozent) und Berlin (-0,3 Prozent). Nur in Leipzig (+1,1 Prozent) stiegen die Mieten stärker als in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt.

Mietniveau in düsseldorf unter dem anderer großstädte

Mietniveau in düsseldorf unter dem anderer großstädte

Das Mietniveau in Düsseldorf liegt deutlich unter dem anderer Großstädte. Die durchschnittliche Angebotskaltmiete in Düsseldorf lag im dritten Quartal bei 14,40 Euro pro Quadratmeter. Zum Vergleich: In München wurden Wohnungen zu mehr als 22 Euro pro Quadratmeter angeboten, in Frankfurt zu mehr als 17 Euro, in Berlin, Köln und Hamburg jeweils zu mehr als 15 Euro.

Preisdynamik am mietmarkt abgekühlt

Preisdynamik am mietmarkt abgekühlt

„Die Preisdynamik am Mietmarkt hat sich nach den hohen Steigerungen der letzten Jahre deutlich abgekühlt“, sagt Jonas Zdrzalek, Projektleiter des Greix am IfW Kiel. „Im Durchschnitt steigen die Mieten nur noch im gleichen Tempo wie die Inflation.“

Schnellere vermittlung von wohnungen

Gleichzeitig werden Wohnungen bundesweit schneller vermittelt. Die durchschnittliche Inseratsdauer fiel im dritten Quartal auf gut 24 Tage – knapp einen Tag weniger als noch im Vorquartal und gut vier Tage weniger als ein Jahr zuvor. „Aus historischer Sicht ist dieser Wert äußerst niedrig“, hieß es vom IfW.

Regulierungen erschweren neubau

Besonders kleineren Anbietern wird das Leben extrem schwer gemacht. Es kann nicht sein, dass alles immer teurer, komplizierter und langwieriger wird“, sagt der Makler und meint damit besonders Regulierungen beim Neubau, die Vorgaben bei Dämmungen und Aufzügen etwa. So werde es nach jetzigem Stand eher noch schwieriger werden, eine neue Wohnung zu finden.

Nachfrage übertrifft angebot

Die Nachfrage nach Wohnungen ist so stark, dass die Vermarktungsdauer gen null tendiert. Teilweise nehmen Wohnungen nach 20, 30 Minuten wieder raus, weil die Anfragen überrollen. Der Markt ist weiter völlig überrannt.